Alcatel-Lucent testet CoMP für mobile 5 MBit/s in Berlin
Die Alcatel-Lucent-Forschungssparte Bell Labs hat in der Berliner Innenstadt eine Technik getestet, die höhere Übertragungsraten in LTE-(Long Term Evolution) und 3G-Mobilfunknetzen bringen soll. "An den allermeisten Standorten innerhalb einer Funkzelle wurden Datenraten von über 5 MBit/s gemessen" , gaben die Projektpartner bekannt.
Beteiligt an dem ersten Feldtests zu CoMP (Coordinated Multipoint Transmission) waren neben Bell Labs die Deutsche Telekom T-Labs, das Fraunhofer Heinrich-Hertz-Institut und der Antennenhersteller Kathrein. Fördergeld gab es vom Bundesforschungsministerium, das den CoMP-Test im Rahmen des EASY-C-Projekt mitfinanziert.
CoMP nutzt insbesondere das Network-MIMO-Verfahren (Multiple Input - Multiple Output), das Interferenzen in Funknetzen reduzieren und die Effizienz erhöhen soll, indem die Übertragung und der Empfang von Signalen an mehreren Zugangspunkten koordiniert wird. Die Konfiguration im Test unterschied sich vom üblichen MIMO-Verfahren bei der Positionierung der Antennen: Im MIMO-Verfahren werden die eingesetzten Antennen an einem einzigen Standort errichtet. CoMP verbindet dagegen Antennen, die sich an verschiedenen, nahe gelegenen Standorten befinden.
Ziel war es, für den Nutzer hohe Übertragungsraten auch im Uplink vom Mobiltelefon zum Netz zu ermöglichen, und das auch an den Rändern einer Funkzelle, wo die Übertragungsqualität oft schlechter und schwer aufrechtzuerhalten sei, hieß es. Höhere Übertragungsraten im Uplink werden mit der Zunahme von Web-2.0-Anwendungen und der wachsenden Zahl mobiler Nutzer, die Fotos und Videos versenden wollen, wichtiger.
Für die Datenübertragung zwischen mobilen Geräten und Basisstationen wurde das 2,6 GHz-Frequenzband genutzt. Auf der Frequenz werden in Europa zumeist kommerzielle LTE-Dienste eingeführt.



