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Public Knowledge protestiert gegen Hollywood-Pläne

"Selectable Output Control" nicht im öffentlichen Interesse

Keine hochauflösende Filme über analoge Ausgänge? Dafür setzen sich die großen Filmstudios ein, die hochqualitative Mitschnitte aus dem Fernsehen erschweren wollen. Sie drängen in den USA bei der Federal Communications Commission FCC weiter auf eine Genehmigung für das Broadcast-Flag - und bringen damit nun auch die Bürgerrechtsorganisation Public Knowledge gegen sich auf.

Artikel veröffentlicht am , Meike Dülffer

Hollywood gibt nicht auf. Ende August 2009 unternahm die MPAA einen erneuten Versuch, die FCC auf ihre Seite zu ziehen und das sogenannte Broadcast Flag als DRM-System genehmigen zu lassen. Ihre Hoffnung setzen die Hollywood-Studios auf den von Präsident Barack Obama neu ernannten FCC-Chef Julius Genachowski. Erst Ende vergangenen Jahres war der Interessenverband der großen Hollywood-Studios, die Motion Pictures Association of America (MPAA), bei der Federal Communications Commission (FCC) mit dem Wunsch nach der Einführung des Broadcast-Flags Broadcast-Flags für digitales, hoch auflösendes Fernsehen gescheitert.

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Mit dem auch als "Selectable Output Control" (SOC) bezeichneten Broadcast-Flag könnten die Studios nach Belieben die analogen Videoanschlüsse an Empfangsgeräten abschalten. Besitzer von HD-fähigen Fernsehgeräten ohne Digitaleingang mit Kopierschutz wären dann nicht in der Lage, die Filme zu sehen.

Wie schon zuvor argumentiert Hollywood in der jüngsten Stellungnahme mit den Vorteilen für die Verbraucher, die ein Broadcast-Flag mit sich bringen würde. Diese Vorteile sehen die Hollywood-Studios darin, dass sie ihre Filme früher als bisher in HD-Auflösung ins Kabelnetz einspeisen würden. Kritik von Bürgerrechtsorganisationen am Broadcast-Flag weisen die Anwälte der Studios als völlig übertrieben zurück.

Die Bürgerrechtsorganisation Public Knowledge (PK) weist ihrerseits die Argumente der Studios in einer aktuellen Eingabe an die FCC zurück. In ihrer letzten Stellungnahme würde die MPAA in keiner Weise den Nachweis erbringen, dass die von den Bürgerrechtsorganisationen genannten Zahlen nicht korrekt wären. Die Hollywood-Studios wollten, erklärt PK, 25 Millionen Fernsehzuschauer "als Geiseln nehmen" und sie zwingen, neue Geräte anzuschaffen, um den von Hollywood angepriesenen "neuen Dienst" nutzen zu können. Ginge es nach den Studios, so würde die FCC zu einer Behörde von "Federal Copyright Cops", zur "Bundesurheberrechtspolizei" umgebaut.

PK fordert die FCC auf, den Forderungen der MPAA auf keinen Fall nachzugeben. Eine Ausnahme, wie von den Hollywood-Studios beantragt, dürfe die FCC nach ihren Statuten nur dann gewähren, wenn sie "dem öffentlichen Interesse diene". Dafür hätten die Studios aber "nicht die Spur eines Beweises vorgelegt". [von Robert A. Gehring]



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wand 19. Okt 2009

Das Hauptproblem, mein junger Freund, hast *du* nicht ansatzweise verstanden. Das...

Peter Pans Bruder 18. Okt 2009

Wie wäre es mit Kamillentee. Es geht ums Thema nicht um die jemandem am meisten passende...

spanther 17. Okt 2009

Drecks DRM Schund! :) So jetzt habe ich frei nach Hagen Rether auch mal mit der Gabel...


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