Sidekick-Ausfall: Klage gegen T-Mobile und Microsoft
Seit Anfang Oktober 2009 ist der Sidekick-Dienst in den USA komplett ausgefallen und erst kürzlich wurde bekannt, dass wohl doch nicht alle persönliche Daten der meisten Kunden verloren gegangen sind. Microsoft geht derzeit davon aus, dass nur wenige Kunden von einem Datenverlust betroffen sind. Für die bedeutet das allerdings: Alle Einträge im Adressbuch und alle Termine sind weg, aber auch Notizen, Aufgaben und aufgenommene Fotos werden dann verloren sein.
Nun wurden in Kalifornien zwei Klagen gegen T-Mobile und Microsoft eingereicht. Ihnen werden Fahrlässigkeit und falsche Versprechungen vorgeworfen, berichtet Cnet.com(öffnet im neuen Fenster) . Beide Klagen wurden offenbar eingereicht bevor bekannt wurde, dass möglicherweise mehr Sidekick-Daten der Kunden gerettet werden können.
Ira P. Rothken, einer der Anwälte, vertritt einen Sidekick-Nutzer aus Bakersfield und erklärte Cnet.com: "T-Mobile und die Dienste-Anbieter hätten vorsichtiger sein und Backups nutzen müssen, damit ein solcher Datenverlust verhindert wird." Der Anwalt gibt sich zuversichtlich, dass T-Mobile das Geschehene nutzt, um künftig solche Datenausfälle zu verhindern. Der Kläger fordert Schadensersatz in nicht genannter Höhe und will das Unternehmen gerichtlich zwingen, den Sidekick-Dienst wieder zu reparieren.
Die andere Klage wurde laut Cnet.com von Maureen Thompson eingereicht, die den Sidekick für ihre Tochter gekauft hatte. Laut ihres Anwalts befanden sich auf dem Gerät persönliche und berufliche Kontaktdaten sowie Lieder, die von der Tochter getextet wurden. Die Mandantin wirft den Konzernen vor, dass sie versprochen hätten, dass die Daten auf dem Sidekick in jedem Fall sicher sind. Stattdessen hätten Microsoft und T-Mobile einfache Grundlagen der Datensicherung missachtet.
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