Abo
  • Services:

Dash - die robotische Küchenschabe

Rapid-Prototyping-Roboter läuft wie ein Insekt

Paul Birkmeyer und Ronald Fearing von der Universität Kaliforniens in Berkeley haben einen flinken und robusten Roboter entwickelt, der in einer Stunde zusammengesetzt werden kann. Er läuft wie eine Küchenschabe und überlebt auch einen Sturz aus 30 Metern Höhe.

Artikel veröffentlicht am ,

Er ist klein, robust und auf seinen sechs Beinen sehr schnell unterwegs: Der Dynamic Autonomous Sprawled Hexapod, kurz Dash, ist ein robotisches Insekt, das gerade mal zehn Zentimeter lang ist und 16 Gramm wiegt. Entwickelt wurde Dash am Biomimetic Millisystems Lab der Universität Kaliforniens in Berkeley.

 

Stellenmarkt
  1. Klinikum Esslingen GmbH, Eßlingen
  2. BGV / Badische Versicherungen, Karlsruhe

Die Konstruktion ist sehr einfach: Der Körper besteht aus zwei Rahmen, die aus zwei Lagen Karton bestehen, zwischen denen sich eine Lage aus flexiblem Kunststoff befindet, der als Gelenk dient. Die Teile werden im Rapid-Prototyping-Verfahren hergestellt: Zunächst wird ein Stück Karton mit einem Laser grob zurechtgeschnitten. Dann wird der Kunststoff aufgeklebt, die Pappe darübergefaltet und ebenfalls festgeklebt. Damit ist der Bastelbogen für den Roboter fast fertig. Er wird jetzt noch laminiert, dann schneidet der Laser aus dem Bogen die Teile für den Roboter aus.

Eine Stunde Bauzeit

In einer halben Stunde schaffen es die Entwickler Paul Birkmeyer und Ronald Fearing, den Roboter zusammenzusetzen. Etwa ebenso lange dauert es, die beiden Motoren einzubauen - ein Motor bewegt die beiden Rahmen und treibt so die sechs Beine an, ein Servomotor ist für die Lenkung zuständig.

Als Vorbild für Dash diente die Amerikanische Großschabe, die ein hervorragender Läufer ist. Das gilt auch für die Nachbildung: Anderthalb Meter, also 15 Körperlängen, legt Dash pro Sekunde zurück. Gelenkt wird mit Hilfe des Servomotors, der über einen Draht die Rahmen biegt und so die Laufrichtung des robotischen Insekts ändert.

Sturz aus größer Höhe

Wie die Schabe kann auch ihre Nachbildung Hindernisse, die größer sind als sie selbst, überwinden. Das mehrlagige Material, aus dem der Körper gefertigt ist, verleiht dem Roboter gleichzeitig genug Stabilität und Elastizität, so dass er auch einen Fall aus 30 Metern Höhe problemlos übersteht.

Dash ist nicht der erste Roboter der Wissenschaftler am Biomimetic Millisystems Lab, der aus wenigen Teilen zusammengesetzt werden kann. Die Anleitung zum Bau solcher Roboter stellen die Wissenschaftler auf ihrer Website zur Verfügung.

Vorbild Insekt

Wissenschaftler nutzen gern Insekten als Vorbilder für Roboter. So hat etwa der Bielefelder Biologe Holk Cruse einen Roboter konstruiert, der wie eine Stabheuschrecke läuft. Forscher an der Universität im niederländischen Delft haben den fliegenden Roboter Exofly einer Libelle nachempfunden.

Vorgestellt wurde Dash auf der International Conference on Intelligent Robots and Systems, die vom internationalen Ingenieursverband Institute of Electrical and Electronics Engineers (IEEE) veranstaltet wird. Dort hat iRobot auch seinen aufblasbaren Chembot präsentiert.



Anzeige
Blu-ray-Angebote
  1. 4,99€
  2. (u. a. Der Marsianer, Spaceballs, Titanic, Batman v Superman)
  3. (u. a. Deadpool, Alien Covenant, Assassins Creed)

blublubb 17. Okt 2009

und muss niemals sterben, bei ordnungsgemäßer benutzung ;)

Sell Tomeck 16. Okt 2009

http://www.die-besten-horrorfilme.de/horror/film1807-Runaway---Spinnen-des-Todes.csp

Pingponguin 16. Okt 2009

Und dann: haut drauf!

DER GORF 16. Okt 2009

Waas?


Folgen Sie uns
       


Fahrt mit Alstoms Brennstoffzellenzug - Bericht

Wasserstoff statt Diesel: Der Nahverkehrszug der Zukunft soll sauber fahren. Der französische Konzern Alstom hat einen Zug mit einem Brennstoffzellenantrieb entwickelt, der ohne Oberleitung elektrisch fährt. Wir sind eingestiegen.

Fahrt mit Alstoms Brennstoffzellenzug - Bericht Video aufrufen
P20 Pro im Kameratest: Huaweis Dreifach-Kamera schlägt die Konkurrenz
P20 Pro im Kameratest
Huaweis Dreifach-Kamera schlägt die Konkurrenz

Mit dem P20 Pro will Huawei sich an die Spitze der Smartphone-Kameras katapultieren. Im Vergleich mit der aktuellen Konkurrenz zeigt sich, dass das P20 Pro tatsächlich über eine sehr gute Kamera verfügt: Die KI-Funktionen können unerfahrenen Nutzern zudem das Fotografieren erleichtern.
Ein Test von Tobias Költzsch

  1. Android Huawei präsentiert drei neue Smartphones ab 120 Euro
  2. Wie Samsung Huawei soll noch für dieses Jahr faltbares Smartphone planen
  3. Porsche Design Mate RS Huawei bringt 512-GByte-Smartphone für 2.100 Euro

Datenschutz: Der Nutzer ist willig, doch die AGB sind schwach
Datenschutz
Der Nutzer ist willig, doch die AGB sind schwach

Verbraucher verstehen die Texte oft nicht wirklich, in denen Unternehmen erklären, wie ihre Daten verarbeitet werden. Datenschutzexperten und -forscher suchen daher nach praktikablen Lösungen.
Ein Bericht von Christiane Schulzki-Haddouti

  1. Soziales Netzwerk Facebook will in Deutschland Vertrauen wiedergewinnen
  2. Denial of Service Facebook löscht Cybercrime-Gruppen mit 300.000 Mitgliedern
  3. Facebook-Anhörung Zuckerbergs Illusion von der vollen Kontrolle

Digitalfotografie: Inkonsistentes Rauschen verrät den Fälscher
Digitalfotografie
Inkonsistentes Rauschen verrät den Fälscher

War der Anhänger wirklich so groß wie der Ring? Versucht da gerade einer, die Versicherung zu betuppen? Wenn Omas Erbstück geklaut wurde, muss die Versicherung wohl dem Digitalfoto des Geschädigten glauben. Oder sie engagiert einen Bildforensiker, der das Foto darauf untersucht, ob es bearbeitet wurde.
Ein Bericht von Werner Pluta

  1. iOS und Android Google lanciert drei experimentelle Foto-Apps
  2. Aufstecksucher für TL2 Entwarnung bei Leica

    •  /