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Gründer wollen Skype-Verkauf verhindern

Zennström und Friis wollen sich nicht mit Niederlage abfinden. Die beiden Skype-Gründer, die beim Weiterverkauf ihres früheren Unternehmens nicht zum Zuge kamen, geben nicht auf. Sie wollen nun den Milliardendeal zwischen eBay und Investmentkonzernen durch eine einstweilige Verfügung blockieren.
/ Achim Sawall
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Die Firmengründer Niklas Zennström und Janus Friis versuchen, eine einstweilige Verfügung gegen den Verkauf von Skype an eine Investorengruppe zu erwirken. Mike Volpi, der Investmentmanager, der den Milliardendeal anführte, soll widerrechtlich Informationen genutzt haben, die er aus der Zusammenarbeit mit den Klägern erlangt hat, so der Vorwurf. Volpi war zuvor Chef bei der Onlinevideofirma Joost, die Zennström und Friis gehört. Die Gründer hatten ebenfalls Pläne, den VoIP-Betreiber Skype von eBay zurückzukaufen.

EBay hatte den Verkauf von Skype am 1. September 2009 offiziell bekanntgegeben. Der Auktionsplattformbetreiber hatte 1,9 Milliarden US-Dollar für einen Anteil von 65 Prozent vereinbart. Käufer war eine Gruppe von Venture-Capital- und Private-Equity-Unternehmen unter der Führung von Silver Lake, zu denen Index Ventures, Andreessen Horowitz und Canada Pension Plan (CPP) Investment gehörten. EBay hatte für Skype 2005 einen Betrag von 2,6 Milliarden US-Dollar an Zennström und Friis gezahlt.

Joltid und Joost, beides Unternehmen der Skype-Gründer, haben die einstweilige Verfügung nun bei einem Bezirksgericht in Delaware beantragt.

Die Skype-Gründer hatten schon Mitte September 2009 gegen eBay geklagt. Der Vorwurf lautete auf die unrechtmäßige Nutzung der von ihnen entwickelten Peer-to-Peer-Software (P2P) Global Index bei Skype.


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