Microsoft eröffnet erstes eigenes Ladengeschäft (Update)
Microsoft eröffnet in Kürze sein erstes Ladengeschäft. Standort ist Scottsdale im US-Bundesstaat Arizona. Die Türen sollen sich am Tage des Verkaufsstarts des neuen Betriebssystems Windows 7 oder kurz danach öffnen, erfuhr das Wall Street Journal aus informierten Kreisen(öffnet im neuen Fenster) . Das Geschäft mit großzügiger Raumaufteilung präsentiert Windows-7-Notebooks und Smartphones mit Microsoft-Software, die Xbox-360-Spielekonsolen lassen sich mit einem 94-Zoll-Bildschirm spielen. Einen weiteren Shop werde Microsoft in Mission Viejo, Kalifornien, eröffnen.
Der Softwarekonzern hatte Anfang 2009 einen früheren Manager der Einzelhandelskette Wal-Mart engagiert. David Porter sollte als Corporate Vice President die eigene Microsoft-Ladenkette aufbauen, die sich gegen den erstarkenden Konkurrenten Apple richtet. Microsoft Chief Operating Officer Kevin Turner hatte vor einigen Monaten erklärt, die Microsoft Shops direkt gegenüber den Apple Stores zu platzieren. Microsoft hat zudem einige Beschäftigte der Apple Stores abgeworben. Der frühere Apple-Manager George Blankenship wurde als Berater engagiert.
Microsoft will die Shops unter das eigene Firmenlogo stellen. Nahe dem Unternehmenshauptsitz in Redmond, Washington, hatte Microsoft bereits verschiedene Shopprojekte mit Xbox-Spielen und Touchscreens ausprobiert. Ab 1999 gab es einen Microsoft-Shop in einem Kinokomplex in San Francisco, wo allerdings Produkte nur ausgestellt wurden.
Kunden können ihre Produkte in die neuen Geschäfte bringen, um dort technischen Support zu erhalten, so die Zeitung.
Nachtrag vom 15. Oktober 2009, 14:30 Uhr:
Microsoft-Sprecher Heiko Elmsheuser sagte Golem.de: "Derzeit können wir keine Aussagen zu möglichen Retail-Stores in Deutschland machen."