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Studie: Internetkonzentration hat stark zugenommen

150 Netzwerke verantwortlich für 50 Prozent des Datenverkehrs

Eine aktuelle Studie von Arbor Networks zeigt, dass die Konzentration des Datenverkehrs im Internet in den vergangenen fünf Jahren stark zugenommen hat. Immer weniger Unternehmen sind für immer mehr Traffic verantwortlich.

Das Internet hat sich verändert. Wie stark es sich verändert hat, belegt eine aktuelle Studie von Arbor Networks. Über zwei Jahre hinweg hat der Spezialist für Netzwerksicherheit und -management den Datenverkehr von mehr als 100 Internetprovidern aus 17 Ländern in aller Welt untersucht. Insgesamt wurden für die Studie mehr als 256 Exabytes an Daten ausgewertet. Erste Ergebnisse der Untersuchung sind jetzt bekanntgegeben worden.

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Ein wichtiger Trend der vergangenen Jahre ist die Konzentration des Datenverkehrs auf weniger Diensteanbieter und Netzwerke. Das zeigt sich besonders beeindruckend daran, dass nur 30 Unternehmen, von Arbor Networks als "Hyper-Giganten" bezeichnet, "heute einen überproportional großen Anteil von 30 Prozent am gesamten Internettraffic erzeugen und konsumieren". Zu diesen Unternehmen gehören unter anderem Limelight, Facebook, Google, Microsoft und die Google-Tochter Youtube. Google allein ist laut New York Times für 6 Prozent des gesamten Datenverkehrs verantwortlich. Rund die Hälfte des Datenverkehrs fließt in nicht mehr als 150 Netzwerken.

Große Verschiebungen sind auch bei der typischen Internetnutzung zu verzeichnen. Während die webbasierte Verbreitung von Videos und Flash-Animationen in den vergangenen zwei Jahren stark zugenommen hat, hat zugleich der P2P-Datenverkehr stark abgenommen.

Damit verbunden ist eine Verlagerung des Datenverkehrs weg von den großen, kommerziellen Tier-1-Anbietern wie beispielsweise AT&T, Cogent, NTT oder Sprint hin zu "großen Contentanbietern, Datencentern [Content-Auslieferungsnetzwerken] und Endverbrauchernetzwerken". Das klassische Geschäftsmodell der Tier-1-Anbieter (Backbone-Betreiber), der Großhandel mit IP-Volumen, gerät dadurch zunehmend unter Druck. Der Wertschöpfungsanteil von Contentanbietern steigt, während der der Backbone-Betreiber gleichzeitig sinkt.

Diese strukturell bedingten Änderungen der wirtschaftlichen Verhältnisse machen die in der jüngeren Zeit heftig wieder aufgeflammte Debatte um Netzwerkneutralität verständlich. Während sich die Profiteure der Entwicklung - Google, Youtube, Facebook & Co. - für die Beibehaltung einer strikten Netzwerkneutralität stark machen, wollen die Backbone-Betreiber sie mehr an den Kosten für den Backbone-Betrieb und -Ausbau beteiligen. Unternehmen, die besonders viel Traffic verursachen, sollen stärker zur Kasse gebeten werden. Bisher waren die Backbone-Betreiber mit diesem Ansinnen allerdings wenig erfolgreich. [von Robert A. Gehring]


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boogey 14. Okt 2009

Hast Du dir auch mal überlegt, was es kostet in die Infrastruktur zu investieren und wer...

-.- 13. Okt 2009

Dann macht Limelight wohl gute Arbeit. Ein perfektes CDN bemerkt man eigentlich nur...

ichbezahldochgerne 13. Okt 2009

wenn die contentanbieter an den kosten beteiligt werden, geben diese die kosten ja wohl...



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