Holtzbrinck-Verlage bringen 1.500 E-Books (Update)

Die vier Verlage Fischer, Rowohlt, Droemer Knaur und Kiepenheuer & Witsch haben zur Frankfurter Buchmesse eigene E-Books angekündigt. Die wie Golem.de zur Verlagsgruppe Georg von Holtzbrinck gehörenden Unternehmen wollen zuerst mit circa 800 Titeln in den Markt einsteigen. Bis Jahresende wollen die Verlagshäuser 1.500 Titel anbieten.
Die E-Books werden alle im ePub-Format angeboten, das von Amazons Lesegerät Kindle nicht unterstützt wird. Der Sony Reader PRS-505 und andere Endgeräte beherrschen hingegen ePub, das mit DRM (Digital Rights Management) als Kopierschutz ausgestattet werden kann. Die Verlage haben bereits mit dem Internetbuchhändler buecher.de (gehört ebenfalls zur Verlagsgruppe Georg von Holtzbrinck) und dem Textr-Lesegeräthersteller Wizpac Verträge abgeschlossen, hieß es. Der Zwischenbuchhandel Libri und Buchgroßhändler Umbreit sollen in Kürze folgen.
Das Münchner Verlagshaus Droemer Knaur bietet seit Juni 2008 E-Books im PDF-Format an. Bei Libri, Umbreit und dem zur Holtzbrinck-Gruppe gehörenden Verlagsdienstleister HGV werden die E-Books gespeichert und mit einem Kopierschutz ausgestattet. Die Nutzung der elektronischen Bücher ist auf den Reader des Käufers sowie auf fünf weitere Lesegeräte beschränkt.
"Die Preise der E-Books orientieren sich am Ladenpreis der günstigsten gedruckten regulären Ausgabe. Wenn ein Hardcover zu einem späteren Zeitpunkt als Taschenbuch erscheint, reduziert sich auch der E-Book-Preis entsprechend" , gaben die Verlage bekannt.
Nachtrag vom 14. Oktober 2009, 14:05 Uhr:
Knaur-Sprecherin Ira Zeitzen verwies gegenüber Golem.de darauf, dass der Kindle von Amazon in Deutschland zurzeit nur über den US-amerikanischen Amazon-Store erhältlich sei. Der deutsche Amazon-Store biete noch keinen Kindle und noch keine deutschsprachigen E-Books an. "Der amerikanische E-Book-Vertrag von Amazon muss zum Beispiel wegen preisbindungsrechtlicher Probleme angepasst werden. Deshalb gibt es zurzeit noch keine Knaur E-Books für den Kindle." Das ePub-Format würde dagegen von beinahe allen in Deutschland erhältlichen Lesegeräte bedient.



