Nvidia: Keine Chipsätze für Core i5 oder i7
Gegenüber US-Medien bestätigte Nvidia, was eigentlich schon seit geraumer Zeit auf der Hand liegt: Das Unternehmen plant derzeit keine neuen Chipsätze für Intels aktuelle Prozessorgeneration Nehalem, die als Core i3, i5 und i7 verkauft wird.
Intel verweigert Nvidia eine Lizenz für die Prozessoren mit integriertem Speichercontroller. Nvidia hingegen ist der Meinung, dies sei mit den bestehenden Lizenzen abgedeckt und wirft Intel unfaire Geschäftspraktiken vor. Wer recht hat, soll vor Gericht entschieden werden .
Bis dahin aber, so Nvidia, sei es unmöglich, entsprechende Chipsätze zu vermarkten. Daher will Nvidia auf Investitionen in diesem Bereich verzichten, bis die Sache entschieden ist, so Nvidia in einer Stellungnahme, die unter anderem bei PC Perspective(öffnet im neuen Fenster) veröffentlicht wurde.
In dem gleichen Schreiben gibt Nvidia an, immer noch mehr Chipsätze für AMD-Plattformen zu verkaufen als AMD selbst. Das Unternehmen verweist dabei unter anderem auf den Chipsatz mit Codenamen MCP61, der unter anderem als "Geforce 8200" vermarktet wird. Dessen integrierte Grafik basiert aber noch auf der Geforce-8-Generation, AMD ist mit seinen Chipsätzen zwei Generationen weiter. Neue Produkte für AMD-Prozessoren kündigte Nvidia bisher nicht an, will die gegenwärtigen aber weiter anbieten.
Ein kompletter Rückzug aus dem Chipsatzgeschäft sei dies aber nicht, betont Nvidia. Die bestehenden Produkte werden weiter angeboten. Das umfasst auch Nvidias Ion-Plattform für Netbooks und Nettops ebenso wie die Notebookchipsätze der Serie Geforce 9400M.



