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Google-Suchanfragen als Grippe-Frühwarnsystem

Grippetrends über Google verfolgen. Wenn die Menschen krank werden, suchen sie im Internet nach medizinischen Informationen. Diese Daten können als Frühwarnsystem für Grippewellen herangezogen werden, hat Google beobachtet und bietet einen passenden Dienst an.
/ Andreas Donath
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Die Suchanfragen zum Thema Grippe korrelieren zeitlich mit dem tatsächlichen Ausbruch von Grippewellen, haben Wissenschaftler festgestellt. Das mathematische Modell wurde unter anderem zusammen mit dem "Europäischen Zentrum für die Prävention und die Kontrolle von Krankheiten" (ECDC) entwickelt. 2008 bot Google in den USA die "Flu Trends" an, nun sind sie auch für Deutschland verfügbar.

Die Google-Grippe-Trends sollen nahezu in Echtzeit über die mögliche Grippeverbreitung in Deutschland informieren und schneller sein als die Befragungen von Ärzten. Auch wenn nicht jede Person, die sich zum Thema Grippe online informiert, gleich krank sein muss, so haben sich doch Muster(öffnet im neuen Fenster) ergeben, die Rückschlüsse über den Ausbruch der Krankheit erlauben.

Google hatte in den vergangenen Jahren seine gewonnenen Daten mit denen herkömmlicher Grippestatistiken verglichen und festgestellt, dass dazwischen ein deutlicher Zusammenhang besteht. Die Analyse wird auf www.google.org/flutrends(öffnet im neuen Fenster) und in der Zeitschrift Nature(öffnet im neuen Fenster) unter dem Titel "Detecting influenza epidemics using search engine query data" veröffentlicht.

Die Daten für die Bundesrepublik sind über die Karte oder über www.google.org/flutrends/de(öffnet im neuen Fenster) erreichbar.


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