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Nur knapp ein Prozent der Polizei-Beamten ist internetfest

Kripoverband fordert Bildungsoffensive. Der Chef des Bundes Deutscher Kriminalbeamter beklagt, dass höchstens ein Prozent aller Polizisten fit fürs Internet ist. Nötig sei eine Bildungsoffensive Kripo 2.0.
/ Achim Sawall
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Der Bund Deutscher Kriminalbeamter hat eine Bildungsoffensive gefordert, da kaum ein Prozent der Polizisten für die Fahndung im Internet kompetent sei. Verbandschef Klaus Jansen sagte beim BDK-Bundeskongress in Suhl: "Das sind bei geschätzten 260.000 Polizisten circa 2.600 Kollegen, die in der virtuellen, globalen Welt des Internets für 42 Millionen deutsche Internetnutzer Sicherheit produzieren, Gefahren abwehren, Straftaten verfolgen." Das sei ein schlechter Witz zulasten der Bürger.

Zwar stelle die Politik immer mehr elektronische Überwachungsmethoden zur Verfügung, stocke aber das Personal bei der Polizei nicht entsprechend auf: Neue Ermittlungsmethoden wie die Auswertung von sogenannten "Massendaten aus Telekommunikationsverbindungen" seien ungewöhnlich personalintensiv, beklagte Jansen. "Die Politik stellt zwar neue und geeignete Ermächtigungsnormen zur Kriminalitätsbekämpfung zur Verfügung, verdrängt dabei aber den zusätzlichen Personalbedarf."

Viele Straftaten im Internet würden nie angezeigt. 110-Buttons im Internet sollten es künftig ermöglichen, Straftaten und Notsituationen im Onlinebereich sofort zu melden.


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