Google Street View: Originalbilder nach einem Jahr gelöscht

Google will nur Bilder mit verwischten Gesichtern langfristig speichern

Aus Datenschutzgründen wird Google künftig die originalen Straßenbilder aus Google Street View nicht mehr dauerhaft speichern. Nach einem Jahr werden sie gelöscht. Diese Zeit brauche Google zur Korrektur von fälschlich unkenntlich gemachten Stellen.

Artikel veröffentlicht am ,

Google wird ab sofort die Originaldaten in Google Street View nur noch ein Jahr lang speichern. Danach werden in der Datenbank nur Bilder vorgehalten, auf denen Gesichter und Nummernschilder verwischt sind, schreibt Peter Fleischer, Googles Datenschutzexperte, im European Public Policy Blog des Unternehmens.

Zugeständnis an europäische Datenschützer

Stellenmarkt
  1. Testmanager*in (w/m/d)
    Landeshauptstadt München, München
  2. Integration Solution Engineer (w/m/d)
    Dürr IT Service GmbH, Bietigheim-Bissingen
Detailsuche

Mit der Maßnahme beugt sich Google einer Forderung der Artikel-29-Datenschutzgruppe der Europäischen Union. Die europäischen Datenschützer wollten, dass Google die Originalbilder nicht mehr dauerhaft speichert, sondern nach einer angemessenen Zeit löscht.

Zum Schutz der Privatsphäre macht Google auf den Bildern von Google Street View Gesichter und Nummernschilder unkenntlich. Das geschieht nach Aussagen Fleischers automatisch. Allerdings sei die Software nicht perfekt, weshalb auch vieles irrtümlich verwischt werde. Um diese Fehler korrigieren zu können, behält Google die Originalbilder.

Software macht Verbotsschilder unkenntlich

Die Software verwische beispielsweise die Gesichter von Statuen oder auf Werbeplakaten, Schilder mit Straßennamen oder manche Verkehrsschilder. So stehe sie etwa mit einigen Verbotsschildern auf Kriegsfuß. Für Google Maps sei es jedoch wichtig, dass die Straßennamen stimmen. Für eine genaue Routenplanung müsse Google wissen, ob eine Straße gesperrt sei. Aus diesem Grund sei das Unternehmen darauf angewiesen, auf die Originalbilder, die die Fotofahrzeuge aufgenommen haben, zugreifen zu können.

Golem Karrierewelt
  1. Cinema 4D Grundlagen: virtueller Drei-Tage-Workshop
    07.-09.11.2022, Virtuell
  2. Adobe Photoshop Grundkurs: virtueller Drei-Tage-Workshop
    12.-14.10.2022, Virtuell
Weitere IT-Trainings

Bislang hat Google diese dauerhaft gespeichert. Jetzt will das Unternehmen sie nach einem Jahr löschen. Das gilt auch für jene Länder, für die Google bereits Straßenbilder im Netz anbietet. Anfang Oktober 2010 würden die Originale gelöscht, so Fleischer. "Ein Jahr ist unserer Ansicht nach ein guter Kompromiss. So wird die Privatsphäre geschützt, und wir haben gleichzeitig die Möglichkeit, Fehler in den Bildern zu korrigieren und aus den gesammelten Daten bessere Karten zu machen."

Streitpunkt Privatsphäre

Der Schutz der Privatsphäre bei den Straßenaufnahmen bereitet Datenschützern Kopfzerbrechen. Sie kritisieren, dass Menschen, obwohl Google Gesichter unkenntlich mache, dennoch häufig auf den Bildern zu erkennen seien. Gerade in Deutschland hat es immer wieder heftigen Widerstand gegen Googles Fotoprogramm gegeben. Die nordrhein-westfälische FDP hat kürzlich sogar gedroht, Google Street View durch den Bundesrat verbieten zu lassen, falls Google Personen und Schriften nicht unkenntlich mache.

Bitte aktivieren Sie Javascript.
Oder nutzen Sie das Golem-pur-Angebot
und lesen Golem.de
  • ohne Werbung
  • mit ausgeschaltetem Javascript
  • mit RSS-Volltext-Feed


ProArchive 23. Mai 2015

Besser ist wohl zu glauben, dass Google ein Lügner ist. Denn die Vorstellung von...

ProArchive 19. Mär 2015

Die Verpixelung geht zu weit (nicht lediglich Gesichter und Kennzeichen), ich meine...

colt 17. Okt 2009

Kann ich dir erklären. StreetView macht Fotos im öffentlichen Raum. Da muss ich sowieso...

Lalaaaaaa 08. Okt 2009

Und ich finde dein Gestammel affig. Ist nicht jeder so ein Google-Untertan wie du und...



Aktuell auf der Startseite von Golem.de
Für 44 Milliarden US-Dollar
Musk will Twitter nun doch übernehmen

Tesla-Chef Elon Musk ist nun doch bereit, Twitter für den ursprünglich vereinbarten Preis zu kaufen. Offenbar will er einen Prozess vermeiden.

Für 44 Milliarden US-Dollar: Musk will Twitter nun doch übernehmen
Artikel
  1. Die große Umfrage: Das sind Deutschlands beste IT-Arbeitgeber 2023
    Die große Umfrage
    Das sind Deutschlands beste IT-Arbeitgeber 2023

    Golem.de und Statista haben 23.000 Fachkräfte nach ihrer Arbeit gefragt. Das Ergebnis ist eine Liste der 175 besten Unternehmen für IT-Profis.

  2. Monitoring von Container-Landschaften: Prometheus ist nicht alles
    Monitoring von Container-Landschaften
    Prometheus ist nicht alles

    Betreuer von Kubernetes und Co., die sich nicht ausreichend mit der Thematik beschäftigen, nehmen beim metrikbasierte Monitoring unwissentlich einige Nachteile in Kauf. Eventuell ist es notwendig, den üblichen Tool-Stack zu ergänzen.
    Von Valentin Höbel

  3. Elektromobilität: Sixt bestellt 100.000 Elektroautos bei BYD
    Elektromobilität
    Sixt bestellt 100.000 Elektroautos bei BYD

    Der Autovermieter Sixt macht Ernst mit der Umstellung seiner Flotte auf Elektroautos.

Du willst dich mit Golem.de beruflich verändern oder weiterbilden?
Zum Stellenmarkt
Zur Akademie
Zum Coaching
  • Schnäppchen, Rabatte und Top-Angebote
    Die besten Deals des Tages
    Daily Deals • 3 Spiele für 49€ • Saturn Gutscheinheft • Günstig wie nie: LG OLED 48" 799€, Xbox Elite Controller 2 114,99€, AOC 28" 4K UHD 144 Hz 600,89€, Corsair RGB Midi-Tower 269,90€, Sandisk microSDXC 512GB 39€ • Bis zu 15% im eBay Restore • MindStar (PowerColor RX 6700 XT 489€) [Werbung]
    •  /