• IT-Karriere:
  • Services:

Nvidia bestätigt: Karte mit Fermi war Attrappe, Demos nicht

Karten mit Fermi-GPU sind noch nicht reif zum Vorzeigen

Die von Nvidias CEO Jen-Hsun Huang in der vergangenen Woche in die Kameras gehaltene Karte mit vermeintlicher Fermi-GPU war eine Attrappe. Das bestätigte das Unternehmen Golem.de, betonte aber, die gezeigten Demos seien authentisch gewesen.

Artikel veröffentlicht am ,

Mit den Worten "Now I have one sitting right here. This, ladies and gentlemen, this puppy here, is Fermi" (Hier liegt übrigens einer. Das hier, meine Damen und Herren, dieses Hündchen, ist Fermi), präsentierte Jen-Hsun Huang in der vergangenen Woche ein Gerät, das zumindest wie eine High-End-Grafikkarte aussah. Aufgrund von Huangs Formulierungen gingen Journalisten davon aus, es handele sich tatsächlich um eine Karte mit einer GPU, die auf der Fermi-Architektur basiert.

 

Stellenmarkt
  1. Bundesamt für Migration und Flüchtlinge, Nürnberg
  2. AZTEKA Consulting GmbH, Freiburg, Mannheim

Bald regten sich jedoch Zweifel, die von Fotos genährt wurden, welche die Pressevertreter im Anschluss von dem Gerät machen konnten. In einer langen Analyse kam als eines der ersten Medien Semiaccurate zu dem Schluss: Bei der Karte handelte es sich um eine Attrappe, noch dazu um eine sehr schlecht gemachte. Auffällig waren vor allem sehr einfache Schrauben, die im Slotblech steckten, Lötpunkte für die PCIe-Stromverbinder an der falschen Stelle und eine Platine, die am hinteren Ende wie abgesägt wirkte.

Nvidia stellte dazu gegenüber Golem.de klar: "Das Board, das wir gezeigt haben, ist ein Attrappe gewesen." Solche auch als "Mechanical Samples" oder im Deutschen traditionell noch als "Holzmodelle" bezeichneten Gestaltungsmuster sind bei der Vorstellung von neuen Produkten nichts Ungewöhnliches. In der Regel wird dabei aber auf den funktionslosen Zustand des Modells klar hingewiesen. Die Verkaufsversionen der Fermi-Karten sollen laut Nvidia wie das gezeigte Muster aussehen. Das gibt trotz der umstrittenen Vorführung zumindest einige Hinweise auf die fertigen Produkte.

Der Kühler der gezeigten Karte sieht der GTX-285 zum Verwechseln ähnlich, anders als bei diesem Modell sind aber statt zwei 6-poliger Strombuchsen auf dem Fermi-Muster ein 8-poliger und ein 6-poliger PCIe-Connector vorhanden. Gemäß den PCI-Express-Spezifikationen ergibt sich so theoretisch eine maximale Leistungsaufnahme von 300 Watt für die Fermi-Karten. Je 75 Watt dürfen laut den Standards die Karten aus dem Slot sowie aus einer 6-poligen Buchse ziehen, 150 Watt sind es für einen 8-poligen Anschluss.

Wie Nvidia weiter erklärte, wurde die hier in einem Video des Unternehmens wiedergegebene Demo mit einem Programm aus dem DirectX-11-SDK aber auf einem echten Fermi-Chip vorgeführt. Dieser steckte laut Nvidia auf einem "Bring-up Board", das "leider nicht so fotogen" sei. Etwas näher führt diese Beweggründe Fudzilla aus, allerdings, wie üblich, ohne seine Quellen zu nennen. Dem Bericht zufolge sollen die lauffähigen Fermi-Protoypen noch mit zahlreichen Testmodulen und losen Kabeln versehen sein. Um AMD nicht zu verraten, wie Nvidia seine Prototypen debuggt, soll die Karte Fudzilla zufolge versteckt bleiben.

Semiaccurate wiederum will erfahren haben, es gäbe bis jetzt nur ganze sieben funktionierende Fermi-GPUs. Damit müsste sich Nvidia mit dem Debuggen mächtig beeilen. Wie das Unternehmen Golem.de erklärte, will es noch 2009 erste Fermi-Produkte verkaufen. Jen-Hsuan Huang sagte aber bei der Vorstellung der Fermis, dass auch die Demo auf "first silicon" laufe. In der Regel vergehen in der Halbleiterbranche bei einer komplexen Schaltung wie den 3 Milliarden Transistoren des Fermi sechs bis zwölf Monate vom "first silicon" bis zu verkaufsfertigen Chips.

Bitte aktivieren Sie Javascript.
Oder nutzen Sie das Golem-pur-Angebot
und lesen Golem.de
  • ohne Werbung
  • mit ausgeschaltetem Javascript
  • mit RSS-Volltext-Feed


Anzeige
Hardware-Angebote
  1. (u. a. Ryzen 7 5800X für 469€)
  2. (reduzierte Überstände, Restposten & Co.)

Sine 10. Mär 2010

Don't feed the troll...

Noel 08. Okt 2009

Also, ich wage zu bezweifeln das die Wettbewebsaufsicht in Brüssel eine juristische...

Lalaaaaa 07. Okt 2009

Es gibt auch im Deutschen Sprichwörter.. man mag es nicht glauben... "Wer einmal lügt..."

eingast 07. Okt 2009

Hallo, wenn man sich mal bei den Online Resellern und anderen Händlern um hört, dann sind...

darkfate 07. Okt 2009

Du kannst auch ein Atomkraftwerk passiv kühlen... solange der Turm groß genug ist geht...


Folgen Sie uns
       


Honda E Probe gefahren

Der Honda E ist ein Elektro-Kleinwagen, dessen Design an alte Honda-Modelle aus den 1970er Jahren erinnert.

Honda E Probe gefahren Video aufrufen
Programm für IT-Jobeinstieg: Hoffen auf den Klebeeffekt
Programm für IT-Jobeinstieg
Hoffen auf den Klebeeffekt

Aktuell ist der Jobeinstieg für junge Ingenieure und Informatiker schwer. Um ihnen zu helfen, hat das Land Baden-Württemberg eine interessante Idee: Es macht sich selbst zur Zeitarbeitsfirma.
Ein Bericht von Peter Ilg

  1. Arbeitszeit Das Sechs-Stunden-Experiment bei Sipgate
  2. Neuorientierung im IT-Job Endlich mal machen!
  3. IT-Unternehmen Die richtige Software für ein Projekt finden

Weclapp-CTO Ertan Özdil: Wir dürfen nicht in Schönheit und Perfektion untergehen!
Weclapp-CTO Ertan Özdil
"Wir dürfen nicht in Schönheit und Perfektion untergehen!"

Der CTO von Weclapp träumt von smarter Software, die menschliches Eingreifen in der nächsten ERP-Generation reduziert. Deutschen Perfektionismus hält Ertan Özdil aber für gefährlich.
Ein Interview von Maja Hoock


    Fiat 500 als E-Auto im Test: Kleinstwagen mit großem Potenzial
    Fiat 500 als E-Auto im Test
    Kleinstwagen mit großem Potenzial

    Fiat hat einen neuen 500er entwickelt. Der Kleine fährt elektrisch - und zwar richtig gut.
    Ein Test von Peter Ilg

    1. Vierradlenkung Elektrischer GMC Hummer SUV fährt im Krabbengang seitwärts
    2. MG Cyberster MG B Roadster mit Lasergürtel und Union Jack
    3. Elektroauto E-Auto-Prämie übersteigt in 2021 schon Vorjahressumme

      •  /