Nvidia bestätigt: Karte mit Fermi war Attrappe, Demos nicht

Karten mit Fermi-GPU sind noch nicht reif zum Vorzeigen

Die von Nvidias CEO Jen-Hsun Huang in der vergangenen Woche in die Kameras gehaltene Karte mit vermeintlicher Fermi-GPU war eine Attrappe. Das bestätigte das Unternehmen Golem.de, betonte aber, die gezeigten Demos seien authentisch gewesen.

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Mit den Worten "Now I have one sitting right here. This, ladies and gentlemen, this puppy here, is Fermi" (Hier liegt übrigens einer. Das hier, meine Damen und Herren, dieses Hündchen, ist Fermi), präsentierte Jen-Hsun Huang in der vergangenen Woche ein Gerät, das zumindest wie eine High-End-Grafikkarte aussah. Aufgrund von Huangs Formulierungen gingen Journalisten davon aus, es handele sich tatsächlich um eine Karte mit einer GPU, die auf der Fermi-Architektur basiert.

 

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Bald regten sich jedoch Zweifel, die von Fotos genährt wurden, welche die Pressevertreter im Anschluss von dem Gerät machen konnten. In einer langen Analyse kam als eines der ersten Medien Semiaccurate zu dem Schluss: Bei der Karte handelte es sich um eine Attrappe, noch dazu um eine sehr schlecht gemachte. Auffällig waren vor allem sehr einfache Schrauben, die im Slotblech steckten, Lötpunkte für die PCIe-Stromverbinder an der falschen Stelle und eine Platine, die am hinteren Ende wie abgesägt wirkte.

Nvidia stellte dazu gegenüber Golem.de klar: "Das Board, das wir gezeigt haben, ist ein Attrappe gewesen." Solche auch als "Mechanical Samples" oder im Deutschen traditionell noch als "Holzmodelle" bezeichneten Gestaltungsmuster sind bei der Vorstellung von neuen Produkten nichts Ungewöhnliches. In der Regel wird dabei aber auf den funktionslosen Zustand des Modells klar hingewiesen. Die Verkaufsversionen der Fermi-Karten sollen laut Nvidia wie das gezeigte Muster aussehen. Das gibt trotz der umstrittenen Vorführung zumindest einige Hinweise auf die fertigen Produkte.

Der Kühler der gezeigten Karte sieht der GTX-285 zum Verwechseln ähnlich, anders als bei diesem Modell sind aber statt zwei 6-poliger Strombuchsen auf dem Fermi-Muster ein 8-poliger und ein 6-poliger PCIe-Connector vorhanden. Gemäß den PCI-Express-Spezifikationen ergibt sich so theoretisch eine maximale Leistungsaufnahme von 300 Watt für die Fermi-Karten. Je 75 Watt dürfen laut den Standards die Karten aus dem Slot sowie aus einer 6-poligen Buchse ziehen, 150 Watt sind es für einen 8-poligen Anschluss.

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Wie Nvidia weiter erklärte, wurde die hier in einem Video des Unternehmens wiedergegebene Demo mit einem Programm aus dem DirectX-11-SDK aber auf einem echten Fermi-Chip vorgeführt. Dieser steckte laut Nvidia auf einem "Bring-up Board", das "leider nicht so fotogen" sei. Etwas näher führt diese Beweggründe Fudzilla aus, allerdings, wie üblich, ohne seine Quellen zu nennen. Dem Bericht zufolge sollen die lauffähigen Fermi-Protoypen noch mit zahlreichen Testmodulen und losen Kabeln versehen sein. Um AMD nicht zu verraten, wie Nvidia seine Prototypen debuggt, soll die Karte Fudzilla zufolge versteckt bleiben.

Semiaccurate wiederum will erfahren haben, es gäbe bis jetzt nur ganze sieben funktionierende Fermi-GPUs. Damit müsste sich Nvidia mit dem Debuggen mächtig beeilen. Wie das Unternehmen Golem.de erklärte, will es noch 2009 erste Fermi-Produkte verkaufen. Jen-Hsuan Huang sagte aber bei der Vorstellung der Fermis, dass auch die Demo auf "first silicon" laufe. In der Regel vergehen in der Halbleiterbranche bei einer komplexen Schaltung wie den 3 Milliarden Transistoren des Fermi sechs bis zwölf Monate vom "first silicon" bis zu verkaufsfertigen Chips.

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Sine 10. Mär 2010

Don't feed the troll...

Noel 08. Okt 2009

Also, ich wage zu bezweifeln das die Wettbewebsaufsicht in Brüssel eine juristische...

Lalaaaaa 07. Okt 2009

Es gibt auch im Deutschen Sprichwörter.. man mag es nicht glauben... "Wer einmal lügt..."

eingast 07. Okt 2009

Hallo, wenn man sich mal bei den Online Resellern und anderen Händlern um hört, dann sind...



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