Zum Hauptinhalt Zur Navigation Zur Suche

GCC-Programme sollen dank LTO bald schneller werden

GNU Compiler Collection bald mit Link Time Optimization (LTO). Die unter anderem vom Google-Mitarbeiter Diego Novillo entwickelte Link-Time-Optimierung (LTO) soll mit GCC kompilierten Programmen einen gehörigen Geschwindigkeitszuwachs bescheren. LTO klinkt sich in den Kompilierungsprozess zwischen dem Erstellen der Object-Files und dem eigentlichen Verlinken ein, um dort sprachunabhängige Optimierungen vorzunehmen.
/ Jens Ihlenfeld
14 Kommentare News folgen (öffnet im neuen Fenster)

LTO verwendet dabei die Baumoptimierung GIMPLE, die bereits in der Version 4.0 des GCC eingeführt wurde, wertet die einzelnen Objekte aus und optimiert sie. Unter anderem kann LTO auch das ebenfalls von Google entwickelte Plug-in Gold(öffnet im neuen Fenster) verwenden. Der Linker sorgt bereits seit geraumer Zeit für schnellere Applikationen, vor allem bei größeren, in C++ geschriebenen Programmen.

Der entscheidende Vorteil von LTO liegt darin, dass sie auch mit Quellcode zurechtkommt, dessen einzelne Objekte in verschiedenen Programmiersprachen verfasst wurden oder mit unterschiedlichen Flags kompiliert werden müssen.

Um GCC mit installiertem LTO zu nutzen, muss die Bibliothek libelf 0.8.12(öffnet im neuen Fenster) installiert sein, danach wird nur noch die Angabe des Flags -flto benötigt. Wer GCC bereits mit LTO-Unterstützung verwendet, kann sich den entsprechende Quellcode aus den GCC-SVN-Repositories(öffnet im neuen Fenster) holen und kompilieren. [von Jörg Thoma]


Relevante Themen