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Google Earth soll lebendiger werden

Videos beleben Städte in Satellitenbildern. Angebote wie Google Earth bieten zwar tolle Blicke auf die Welt von oben. Doch die Karten wirken etwas leblos, befanden vier Wissenschaftler aus den USA. Sie wollen die Städte in Google Earth mit Leben erfüllen, indem sie Videos einblenden.
/ Werner Pluta
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In Satellitenkarten von Google Earth oder Microsoft Visual Earth sind die Städte zwar mit vielen nützlichen Informationen angereichert, etwa über Sehenswürdigkeiten, Geldautomaten oder Kinos. Doch die Städte erscheinen flach und bleiben statisch. Das wollen die vier Wissenschaftler vom Georgia Insitiute of Technology (Georgia Tech) in Atlanta ändern: Sie haben eine Möglichkeit gefunden, Videos in die Satellitenkarten einzufügen(öffnet im neuen Fenster) und die Karten so zum Leben zu erwecken. Auf einer breiten Straße fahren plötzlich Autos, Fußgänger bevölkern Bürgersteige. In einem Stadion wird ein Wettkampf ausgetragen. Am Himmel ziehen Wolken vorbei.

Die Videos sollen in Echtzeit eingebunden werden – mit anderen Worten: Der Nutzer sieht bei Google Earth Bilder, die genau in dem Moment aufgenommen werden. Allerdings nicht die, die er sehen würde, wenn er statt auf den Monitor aus dem Fenster schauen würde. Das System analysiert, was der Nutzer gerade sieht und legt ein passendes Video darüber. Die Autos auf einer Straße in Hamburg können gerade durch New York oder Peking fahren. Die Spieler, die über den Rasen der Münchener Allianz-Arena laufen, müssen nicht die von Bayern München sein, sondern können einem viertklassigen Provinzverein angehören, der gerade eine Unterligapartie austrägt.

Digitale Modelle

Die Daten sollen, so der Plan der Wissenschaftler, jene Quellen liefern, die ohnehin dauernd aktiv sind: Webcams, Überwachungskameras an Straßen und öffentlichen Plätzen. Damit es hier nicht wie bei Google Street View Probleme mit dem Schutz der Privatsphäre gibt, wollen Kihwan Kim und seine Kollegen die realen Fußgänger und Autos durch dreidimensionale digitale Modelle ersetzen.

Die Wissenschaftler wollen das System auf der von der IEEE veranstalteten Konferenz International Symposium on Mixed and Augmented Reality(öffnet im neuen Fenster) vorstellen, die vom 18. bis zum 23. Oktober 2009 in Orlando im US-Bundesstaat Florida stattfindet.


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