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Interview: Mit nutzergenerierten Inhalten Geld verdienen

Rosenblatt: Bei Google sind Print-on-demand und Bücher zum Herunterladen denkbar, beides ist recht simpel. Darüber hinaus gibt es komplexere Möglichkeiten. Man kann etwa Teile von Büchern nehmen und sie neu zusammensetzen - entweder zu einem Buch, einem E-Book oder zu etwas Ähnlichem, das online nutzbar ist. Worauf ich in dem Whitepaper hinaus wollte, ist, dass Google derzeit nicht in der Lage ist, das zu tun. Aber die Verlage auch nicht. Denn sie müssten erstmal ihre Inhalte in Komponenten aufteilen, also etwa in strukturiertes XML, so dass man etwas damit anfangen kann. Alle Ideen basieren auf der Existenz der Book Rights Registry, also der Datenbank, die aufgebaut werden soll und in der verzeichnet ist, wer welche Rechte an welchen Inhalten besitzt.

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Golem.de: Wäre es nicht unglaublich teuer, diese Metadaten zu erzeugen? Und ist es das wert?

Rosenblatt: Die Verlage müssen es ohnehin machen. Es ist ihr Geschäft, Inhalte in verschiedenen Formen zu verwerten. Dafür brauchen sie gute Metadaten und gute digitale Entsprechungen ihrer Inhalte. Derzeit tun das viele nicht so gut wie möglich, wodurch ihnen Einnahmen entgehen, oder sie tun es, aber viel langsamer und teurer, als es möglich wäre, wenn sie eine bessere Infrastruktur dafür hätten.

Golem.de: Gilt das auch für Unterhaltungsliteratur? Man kann ja nicht ein Kapitel eines Romans von Tom Clancy verkaufen.

Rosenblatt: Aber man kann den neuesten Roman von Tom Clancy oder wem auch immer in einen Social-Networking-Zusammenhang bringen, wo man interaktiv damit umgehen kann. Dafür muss man ihn in Teile zerlegen. Schauen Sie sich mal das Amanda Project an. Das ist eine Reihe von Mystery-Geschichten, die von Grund auf darauf angelegt wurden, in Social Networks verwendet zu werden. Leser können zur Geschichte beitragen, sie können Teil davon werden und noch mehr. Wenn man das mit bekannten Büchern oder Charakteren machen will, dann geht das nicht mit "Shovelware", also indem man einfach den Inhalt unverändert oder ohne digitale Verbesserung reinschaufelt.

Aber im STM-Markt (Scienctific, Technical, Medical) gibt es einen wesentlich konkreteren Bedarf, Inhalte zu strukturieren. Große STM-Verlage wie Elsevier haben sich schon früh an die Spitze der Entwicklung hin zu XML und guten Metadaten gestellt. Die Fachverlage mit ihren Inhalten für Architektur, Rechts- und Ingenieurwissenschaften hinken hinterher.

Golem.de: Welche Auswirkungen wird die Eingabe des US-Justizministeriums haben?

Rosenblatt: Es ist ungefähr so: Microsoft und Yahoo haben Gary Reback engagiert, eine Art Superanwalt, der als die Nummer eins unter den Kartellrechtlern gilt, wenn es um Technik geht. Er vertritt Klienten, die Monopolverhalten bekämpfen wollen. Ironischerweise hat er jahrelang gegen den vorgeblichen Monopolisten Microsoft gekämpft - jetzt wurde er von Microsoft engagiert. Jemand wie er spricht das US-Justizministerium an und sagt: Schaut euch das an, das ist eine große Bedrohung des Wettbewerbs, hier sind einige Belege, die zeigen, dass wettbewerbsfeindliches Verhalten vorliegt. Ihr solltet den Deal verhindern. Die Kartellabteilung des US-Justizministerium ist nicht gerade der eifrigste Verfolger von Wettbewerbsidealen. Man muss sie schon ganz schön anschieben, damit etwas passiert. Dass das Department of Justice (DoJ) nun aktiv geworden ist, ist ein direktes Ergebnis davon, dass Reback sich eingeschaltet hat.

Golem.de: Muss das Settlement neu verhandelt werden?

Rosenblatt: Wenn das DoJ involviert bleibt, können sich die Verhandlungen über Jahre hinziehen. Das würde Googles Konkurrenten freuen. Sie möchten, dass Google möglichst lange damit zu tun hat und möglichst viel Geld für Anwälte ausgeben muss. Microsoft war vom ersten Tag an gegen das Settlement, es hat getan, was es konnte, um es zu verhindern, weil es sich vom Settlement benachteiligt fühlt.

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Blair 02. Okt 2009

Soso. Durch was denn bitte? Durch Spenden? Das ist völlig illusorisch. Nein ist völlig...

Blair 02. Okt 2009

Aber nur in wenigen Fällen für kommerziele Ziele geeignet. Wenn man viele Bücher unter...

Blair 02. Okt 2009

PDF unterstützt DRM du Held.

Blair 02. Okt 2009

Begründung deiner Behauptung im Titel? Sollte iegntlich selbstverständlich sein.

hihi 02. Okt 2009

"Es ist bekanntlich schwer, die US-Regelung zu Fair Use in einem DRM-System zu...


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