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Interview: Mit nutzergenerierten Inhalten Geld verdienen

Golem.de: Und außerhalb der Musikindustrie?

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Rosenblatt: Im Videomarkt gibt es Apples Fairplay-System für den iTunes Musicstore und eine Variante des US-Videounternehmens Blockbuster, für E-Books gibt es verschiedene Anbieter: Mobipocket von Amazon für den Kindle-E-Book-Reader und die anderen kompatiblen Geräte, E-Reader von Barnes & Noble, dem größten Buchhändler der USA, und Adobe, deren DRM von Sony, iRex, Plastic Logic und anderen genutzt wird. Außerdem gibt es noch den Markt für DRM in Unternehmen, und die sind bereit, dafür Geld zu bezahlen. Das Department of Veterans Affairs in den USA beispielsweise hat gerade DRM-Lösungen auf 250.000 Rechnern installieren lassen.

Schlechtes öffentliches Image

Golem.de: Endnutzer mögen DRM überhaupt nicht. Woran liegt das?

Rosenblatt: Zum einen sind viele DRM-Lösungen schwer zu verstehen und schwer zu nutzen. Denken Sie nur an das Lizenzmanagement. Es ist für Firmen schwer, das über den Support zu unterstützen. Dazu kommt, dass Nutzer den Anbietern nicht unbedingt vertrauen. Außerdem spielt eine Rolle, was "thought leader", besonders bekannte Menschen in der Szene, sagen. Cory Doctorow oder Robert Scoble lehnen DRM vehement ab und sind damit ständig in den Medien. Nicht zuletzt kommt es darauf an, welches Ziel sich Hacker zum Attackieren aussuchen. Das waren in der Vergangenheit immer wieder DRM-Technologien, die den Zugang zu bestimmten Daten verhindern sollten.

Golem.de: Die Nutzer haben also gute Gründe, DRM abzulehnen.

Rosenblatt: Es gibt viele offene Fragen. Zum Beispiel, ob es überhaupt gelingen kann, bestimmte gesetzliche Regelungen in einem System der Rechteverwaltung angemessen abzubilden. Es ist bekanntlich schwer, die US-Regelung zu Fair Use in einem DRM-System zu automatisieren. Mit den EU-Regelungen zum privaten Kopieren ist das einfacher. Aber es bleibt die Frage, ob ein Nutzer solche Regelungen überhaupt verstehen kann und wie sie ihm erläutert werden.

Nutzer werden auch dahingehend beeinflusst, sich rechtswidrig zu verhalten. Die Medien haben sich die Definitionsmacht über DRM verschafft, und sie definieren es viel enger, als es eigentlich gedacht war, nämlich nur als Zugangskontrolle. Nicht zuletzt werden die Taten der Hacker und sogenannten Piraten romantisiert.

Golem.de: Sind die Unternehmen daran unschuldig?

Rosenblatt: Es ist zumindest ein Fehlschluss zu denken: DRM ist gleich Big Media, Big Media ist böse, darum ist DRM böse. Und auch umgekehrt wird kein Schuh daraus: Apple zum Beispiel ist nicht Big Media, aber eine sehr böse Firma - im Sinne der DRM-Kritiker.

Keine Forschung in den USA

Golem.de: Wird sich die Beurteilung von DRM ändern?

Rosenblatt: Ein Problem ist, dass es zu wenig Forschung zu neuen Systemen gibt. In den USA gibt es das zum Beispiel überhaupt nicht. Die Beschäftigung mit DRM-Technologien ist dort nicht politisch korrekt. Niemand arbeitet dort an DRM-Systemen. Die Forschung findet anderswo statt: in Europa, Singapur und Korea...

Golem.de: Woran liegt das?

Rosenblatt: Neben der negativen öffentlichen Meinung zu DRM gibt es noch andere Gründe. Erinnern sie sich nur an den Fall, in dem Wissenschaftler aufgefordert wurden, das SDMI-DRM zu knacken. Das ist völlig vernünftig, denn nur so lassen sich Schwachstellen finden.

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Blair 02. Okt 2009

Soso. Durch was denn bitte? Durch Spenden? Das ist völlig illusorisch. Nein ist völlig...

Blair 02. Okt 2009

Aber nur in wenigen Fällen für kommerziele Ziele geeignet. Wenn man viele Bücher unter...

Blair 02. Okt 2009

PDF unterstützt DRM du Held.

Blair 02. Okt 2009

Begründung deiner Behauptung im Titel? Sollte iegntlich selbstverständlich sein.

hihi 02. Okt 2009

"Es ist bekanntlich schwer, die US-Regelung zu Fair Use in einem DRM-System zu...


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