Nvidias Fermi-GPU: 3 Milliarden Transistoren und 512 Kerne

Neben den SMs, die frei programmierbar sind, gibt es auch noch vier Funktionseinheiten mit fest verdrahteten Funktionen, in den Diagrammen sind sie als "SFU" bezeichnet. Nvidia nennt hier Sinus, Cosinus, Kehrwert und Quadratwurzel, es soll aber noch weitere geben. Da der Chiphersteller bisher keinerlei für DirectX-11 nötige Funktionen wie die Tesselation beschreibt, ist nur zu vermuten, dass die SFUs auch dafür eingesetzt werden können.

Stellenmarkt
  1. Product Owner (m/w/d) Software
    LayTec AG, Berlin
  2. Business Consultant ServiceNow (m/w/d)
    experts, Rhein-Main-Gebiet
Detailsuche

Jeder SMs steht ein "Shared Memory" von 64 KByte zur Verfügung, insgesamt also 1 MByte. Dieser Speicher, vermutlich als SRAM ausgeführt, kann auch als L1-Cache für die SMs verwendet werden, und zwar je 48 oder 16 KByte groß. Der Rest des gemeinsam genutzten Speichers dient, ähnlich einem L3-Cache in einer modernen CPU, zur Kommunikation der Kerne untereinander. Wie bei einem Crossbar sitzt das Shared Memory in der Mitte des Chips.

Blockdiagramm Fermi, in der Mitte das Shared Memory
Blockdiagramm Fermi, in der Mitte das Shared Memory
Nvidia will mit dieser Architektur zeitraubende Speicherzugriffe vermeiden, obwohl das Speichersystem ebenfalls kräftig aufgebohrt wurde. Sechs Speicherkanäle mit je 64 Bit stehen zur Verfügung, die Speichercontroller können nun erstmals bei Nvidias Desktop-GPUs GDDR5 adressieren. Die maximale Speichermenge beträgt 6 GByte, wovon vor allem Rechenanwendungen profitieren - für Spiele sind solche Speichermengen bei heute maximal 2.560 x 1.600 Pixeln auf einem Monitor auch mit aufwendigen Filterfunktionen noch nicht nötig. Bisher waren bei den Tesla- und Quadro-Karten 4 GByte das Maximum.

Das Speichermodell, das die GPU verwalten kann, kennt nun nicht mehr nur Unterscheidungen zwischen verschiedenen Allozierungsarten, sondern auch die Form "Global". Der gesamte Speicher kann damit Anwendungen zur Verfügung stehen, was eine Voraussetzung für Sprachen wie C++ ist.

Golem Akademie
  1. Informationssicherheit in der Automobilindustrie nach VDA-ISA und TISAX® mit Zertifikat: Zwei-Tage-Workshop
    22.–23. März 2022, Virtuell
  2. Elastic Stack Fundamentals – Elasticsearch, Logstash, Kibana, Beats: virtueller Drei-Tage-Workshop
    15.–17. März 2022, Virtuell
Weitere IT-Trainings

Der Scheduler ordnet Threads neu
Der Scheduler ordnet Threads neu
Die Optimierung auf CUDA, OpenCL oder DirectX-Compute zeigt sich auch daran, dass der Speicher nun Fehlerkorrektur nach ECC beherrscht. Derartige Chips sind deutlich teurer als herkömmliches DRAM, für rund um die Uhr laufende Systeme aber ein großer Vorteil, weil sie Speicherfehler selbst erkennen und auch ohne Absturz melden können.

Ebenfalls auf Rechenanwendungen zielen zwei Bereiche der Fermi-Architektur, die sich um die Threadverwaltung kümmern. In Hardware ausgeführt ist der neue Scheduler, den Nvidia "GigaThread" nennt - den Namen hat man sich auch gleich schützen lassen. Er ist doppelt ausgeführt und verteilt die Aufgaben an die SMs.

Dabei bekommt er jedoch Hilfe von einer Software namens "Parallel Thread eXecution" oder PTX. Sie stellt eine virtuelle Maschine dar, welche die Aufgaben direkt aus der Anwendung aufteilt. PTX-Befehle sollen sich in Anwendungen direkt einbauen, aber auch über Bibliotheken aufrufen lassen. Der Treiber der GPU wickelt sie dann ab, quasi als eine Art Präprozessor.

Bitte aktivieren Sie Javascript.
Oder nutzen Sie das Golem-pur-Angebot
und lesen Golem.de
  • ohne Werbung
  • mit ausgeschaltetem Javascript
  • mit RSS-Volltext-Feed
 Nvidias Fermi-GPU: 3 Milliarden Transistoren und 512 KerneNvidias Fermi-GPU: 3 Milliarden Transistoren und 512 Kerne 
  1.  
  2. 1
  3. 2
  4. 3
  5.  


ossa 19. Nov 2009

Ist doch Egal selche Wersion man benutzt Linux ist auch schon seit Jahren bei 2.6 und...

Idioten 07. Okt 2009

Armes Deutschland, nach mir die Sintflut. (Ihr bezahlten Foren Spiegel/Stern/Aldi/Schwarz...

Lines 02. Okt 2009

HAHA, du hast 'n Witz erklärt!

3Dfx rulez 02. Okt 2009

Angesichts der Tatsache, dass der Chip 3 Milliarden Transistoren hat und nVidia schon mit...

irata 01. Okt 2009

Physik! Gab es ja schon bei SpaceWar! Wird mal Zeit das sich da was tut. Vielleicht kommt...



Aktuell auf der Startseite von Golem.de
Gesichtsbilder
Polizei-Behörden erhalten europaweit mehr Datenzugriff

Über 60 Millionen biometrische Fotos sollen Polizei-Behörden im Schengen-Raum zugänglich gemacht werden. Auch ein zentraler Datenspeicher ist geplant - und mehr.
Ein Bericht von Matthias Monroy

Gesichtsbilder: Polizei-Behörden erhalten europaweit mehr Datenzugriff
Artikel
  1. Rauchgranate: Tesla zeigt Versuch mit Biowaffen-Abwehrmodus des Model Y
    Rauchgranate
    Tesla zeigt Versuch mit Biowaffen-Abwehrmodus des Model Y

    Mit einer Rauchgranate hat Tesla den Effekt des Biowaffen-Abwehrmodus im Model Y auf die Insassen veranschaulicht.

  2. Steam Deck: Valve nennt Termin für offiziellen Verkaufsstart
    Steam Deck
    Valve nennt Termin für offiziellen Verkaufsstart

    Nachdem Valve die Veröffentlichung des Steam Deck zuletzt um zwei Monate verschoben hatte, steht nun der offizielle Release-Termin fest.

  3. Coronapandemie: Baden-Württemberg und Hessen steigen aus Luca aus
    Coronapandemie
    Baden-Württemberg und Hessen steigen aus Luca aus

    Die Verträge mit den Betreibern der Luca-App laufen Ende März aus. Immer mehr Bundesländer wollen diese nicht verlängern.

Du willst dich mit Golem.de beruflich verändern oder weiterbilden?
Zum Stellenmarkt
Zur Akademie
Zum Coaching
  • Schnäppchen, Rabatte und Top-Angebote
    Die besten Deals des Tages
    Daily Deals • RX 6900 XTU 16GB 1.449€ • Intel i7 3,6Ghz 399€ • Alternate: u.a. Acer Gaming-Monitor 119,90€ • Logitech Gaming-Headset 75€ • iRobot Saugroboter ab 289,99€ • 1TB SSD PCIe 4.0 128,07€ • Razer Gaming-Tastatur 155€ • GOG New Year Sale: bis zu 90% Rabatt • LG OLED 65 Zoll 1.599€ [Werbung]
    •  /