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Open Web Foundation gegründet

Rechtlicher Rahmen für Webspezifikationen der Community. Mit der Open Web Foundation soll ein Rahmen für die Entwicklung von Webspezifikationen aus der Community heraus geschaffen werden. Ähnlich wie die Apache Software Foundation soll auch die Open Web Foundation Projekten einen rechtlichen Rahmen geben, so dass sich diese auf ihr eigentliches Ziel konzentrieren können.
/ Jens Ihlenfeld
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Die Open Web Foundation(öffnet im neuen Fenster) soll den Trend, für jedes Thema im Webumfeld eine eigene Stiftung oder andere Organisation zu schaffen, durchbrechen. Gemeinsam könne man mehr erreichen, so der Grundgedanke der Initiatoren.

Wie die Stiftung konkret ausgestaltet werden soll, ist noch offen, Fragen zur Mitgliedschaft, Struktur, Sponsoring und geistigem Eigentum sollen in der nächsten Zeit öffentlich erörtert werden. Mit der Ankündigung durch OpenID-Entwickler David Recordon(öffnet im neuen Fenster) , der bislang für Six Apart tätig war und demnächst zu Facebook wechselt, sollen vor allem Interessierte versammelt und die Diskussion über die Ausgestaltung angestoßen werden.

Das grundsätzliche Ziel der Open Web Foundation ist aber klar: Es soll ein Rahmen geschaffen werden, der Communitys bei der Entwicklung offener Webspezifikationen unterstützt, vor allem bei den nichttechnischen Aspekten. Viele hätten in der Vergangenheit eigene Stiftungen gründen müssen, nur um einer zehnseitigen Spezifikation den notwendigen rechtlichen Rahmen zu geben. Denn, anders als im Open-Source-Bereich, fehlen Werkzeuge wie GPL, BSD- oder Apache-Lizenz.

Eigene Spezifikationen soll die Open Web Foundation nicht entwickeln, sich auch nicht mit den technischen Details von Spezifikationen auseinandersetzen. Dazu arbeiten die Initiatoren der Stiftung an einer neuen Lizenz(öffnet im neuen Fenster) , die Autoren einer Spezifikation verwenden können, um sicherzustellen, dass ihre Spezifikation frei implementierbar ist.

Mitgliedschaften in der Open Web Foundation sollen nach dem Vorbild der Apache Software Foundation modelliert werden. Wer an Spezifikationen wie Atom, Activity Streams, HTML 5, Microformats, Open Microblogging, OAuth, OpenSocial, OpenID oder XMPP mitgearbeitet hat, kann sich um die Aufnahme bewerben. Im ersten Schritt soll die Stiftung 30 Mitglieder bekommen, einschließlich acht Gründungsdirektoren.


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