Lufthansa: Computerprobleme legen Teile der Flotte lahm (U.)
Seit mehreren Stunden streikt das Computersystem der Lufthansa und lässt weltweit Flugzeuge nicht starten. Passagiere können weder Gepäck aufgeben noch einchecken. Vermutlich zwischen 3 und 4 Uhr mitteleuropäischer Sommerzeit ist das Computersystem zusammengebrochen.
Besonders problematisch ist der Ausfall des Check-in-Systems bei Flügen, die zum Teil mit bereits registrierten Fluggästen vorbereitet wurden. Mittendrin brach das Check-in-System ab. Ein Teil der Fluggäste wartet am Flugsteig und ist zum Einstieg bereit, während der Rest noch am Schalter auf einen Sitzplatz wartet. Das betrifft unter anderem Langstreckenflüge.
Besonders trifft es derzeit Fluggäste in Los Angeles. Dort soll ein fast vollbesetzter Flieger auf den Abflug warten. Er darf aber nicht abfliegen. Auch in San Francisco wartet ein Flieger am Gate auf den Abflug. Hier ist es noch nicht zum Boarding gekommen und viele Fluggäste haben noch keine Bordkarte.
In Deutschland hat Lufthansa verschiedenen Twitter-Nutzern(öffnet im neuen Fenster) zufolge angefangen, Bordkarten per Hand auszufüllen und Sitzplätze ohne Computersystem zuzuweisen.
Um 7:30 Uhr soll laut Lufthansa das System wieder hochgefahren werden. Wie Lufthansa um etwa 7 Uhr mitteilte, haben die Techniker das Problem nun lokalisieren können und arbeiten am Neustart des Systems. Ab diesem Zeitpunkt können die Fluggäste wieder eingecheckt werden und Passagiere können in bisher nicht gestartete Flieger einsteigen.
Das Chaos dürfte auch Auswirkungen auf andere Fluggesellschaften haben, da Flugzeuge der Lufthansa nicht mehr in ihren Zeitvorgaben bleiben. Wenn eine große Fluggesellschaft ihre Flotte nicht vom Boden bekommt, blockieren Flugzeuge Flugsteige, so dass andere Flieger auf dem Vorfeld umgeleitet werden müssen. Außerdem werden die Startbahnen zu anderen Zeiten als vorgesehen belastet.
Eine offizielle Stellungnahme von Lufthansa liegt derzeit nicht vor.
Nachtrag vom 30. September 2009, 7:37 Uhr:
Die Lufthansa teilte auf Nachfrage mit, dass die Fluggesellschaft flottenweit mit einer Verspätung von durchschnittlich einer Stunde rechnet. Wann das Computersystem wieder einsatzfähig ist, konnte die Pressestelle nicht sagen.
Nachtrag vom 30. September 2009, 8:45 Uhr:
Um 8:30 Uhr fuhr das System wieder hoch, ist aber seit 8:40 Uhr erneut nicht mehr ansprechbar.
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