Abo
  • Services:

Anhörung zum Google Book Settlement verschoben

Beteiligte wollen Abkommen überarbeiten

Die für den 7. Oktober geplante Anhörung zum Google Book Settlement in New York wird nicht stattfinden. Die vielen Einsprüche haben die Beteiligten dazu bewogen, das Abkommen zu überarbeiten. Der zuständige Richter hat ihnen dafür Aufschub gewährt.

Artikel veröffentlicht am ,

Der New Yorker Richter Denny Chin hat einer Verschiebung der Anhörung über das Abkommen, das Google mit Schriftstellern und Verlegern über die Nutzung von digitalisierten Bücher geschlossen hat, zugestimmt. Angesichts der massiven Kritik wollen die beteiligten Parteien das Abkommen überarbeiten.

Ablehnung des Justizministeriums gab Ausschlag

Stellenmarkt
  1. Scheidt & Bachmann GmbH, Mönchengladbach bei Düsseldorf
  2. Fresenius Netcare GmbH, Bad Homburg

Den Ausschlag für die Vertagung hat ein Schreiben des US-Justizministeriums gegeben. Darin wurden einige wesentliche Punkte des Abkommens kritisiert, unter anderem, dass es Google das exklusive Verwertungsrecht für verwaiste Bücher einräumt. Das Ministerium hatte festgestellt, "in seiner gegenwärtigen Fassung stimmt das vorgeschlagene Abkommen nicht mit den rechtlichen Normen überein" und das Gericht deshalb aufgefordert, den Entwurf abzuweisen.

Daraufhin hatten sich Google, der Schriftstellerverband Authors Guild und der Verlegerverband Association of American Publishers (AAP) zu einer Überarbeitung des Abkommens entschlossen und beim Gericht einen Aufschub dafür beantragt. Dem hat Chin zugestimmt. "Unter Berücksichtigung all dieser Umstände ist es nicht sinnvoll, eine Anhörung über die Fairness und Zumutbarkeit des Abkommens in seiner gegenwärtigen Form abzuhalten, da es so scheint, als sei die gegenwärtige Fassung nicht die endgültige", schreibt er in einem Brief an die Parteien.

Statusbesprechung ohne Anhörung

Vertreter von Google, Authors Guild und AAP werden dennoch am 7. Oktober vor dem New Yorker Bezirksgericht erscheinen. Chin hat sie zu einer Statusbesprechung geladen. Dann soll besprochen werden, wie das Verfahren, das jetzt immerhin schon seit vier Jahren anhängig ist, zu einem schnellen Abschluss gebracht werden kann. Kritiker oder Befürworter des Abkommens dürfen teilnehmen, werden aber nicht angehört.

Chin betonte, das Abkommen sei grundsätzlich wünschenswert. Allerdings bedürfe es einer Überarbeitung. Das habe nicht nur die große Zahl der Einsprüche gezeigt, "sondern auch die Tatsache, dass zu den Gegnern Länder, Bundesstaaten, gemeinnützige Organisationen und bekannte Autoren und Juristen gehören."

Chin hatte kürzlich bekanntgegeben, dass er um die 400 Eingaben aus aller Welt zum Google Book Settlement erhalten habe, sowohl zustimmende als auch ablehnende. Zu den erklärten Gegnern gehören unter anderem der Börsenverein des Deutschen Buchhandels und die Bundesregierung.



Anzeige
Top-Angebote
  1. 79,90€ + 5,99€ Versand (Vergleichspreis ca. 116€)
  2. 55,11€ (Bestpreis!)
  3. (aktuell u. a. Seagate Expansion+ Desktop 4 TB für 88€, Seagate Backup Plus Hub 6 TB für...
  4. 17,49€

Chef-Lobbyist 26. Sep 2009

... und viel Erfolg für ihre zukünftige Tätigkeit als Chef-Justiziarin bei Microsoft...


Folgen Sie uns
       


HP Z2 Mini Workstation - Test

Die Z2 Mini Workstation G3 kann uns im Test überzeugen - und das nicht als sehr schnelle Maschine, sondern als gut durchdachtes Gesamtkonzept.

HP Z2 Mini Workstation - Test Video aufrufen
God of War im Test: Der Super Nanny
God of War im Test
Der Super Nanny

Ein Kriegsgott als Erziehungsberechtigter: Das neue God of War macht nahezu alles anders als seine Vorgänger. Neben Action bietet das nur für die Playstation 4 erhältliche Spiel eine wunderbar erzählte Handlung um Kratos und seinen Sohn Atreus.
Von Peter Steinlechner

  1. God of War Papa Kratos kämpft ab April 2018

P20 Pro im Kameratest: Huaweis Dreifach-Kamera schlägt die Konkurrenz
P20 Pro im Kameratest
Huaweis Dreifach-Kamera schlägt die Konkurrenz

Mit dem P20 Pro will Huawei sich an die Spitze der Smartphone-Kameras katapultieren. Im Vergleich mit der aktuellen Konkurrenz zeigt sich, dass das P20 Pro tatsächlich über eine sehr gute Kamera verfügt: Die KI-Funktionen können unerfahrenen Nutzern zudem das Fotografieren erleichtern.
Ein Test von Tobias Költzsch

  1. Android Huawei präsentiert drei neue Smartphones ab 120 Euro
  2. Wie Samsung Huawei soll noch für dieses Jahr faltbares Smartphone planen
  3. Porsche Design Mate RS Huawei bringt 512-GByte-Smartphone für 2.100 Euro

Datenschutz: Der Nutzer ist willig, doch die AGB sind schwach
Datenschutz
Der Nutzer ist willig, doch die AGB sind schwach

Verbraucher verstehen die Texte oft nicht wirklich, in denen Unternehmen erklären, wie ihre Daten verarbeitet werden. Datenschutzexperten und -forscher suchen daher nach praktikablen Lösungen.
Ein Bericht von Christiane Schulzki-Haddouti

  1. Soziales Netzwerk Facebook will in Deutschland Vertrauen wiedergewinnen
  2. Denial of Service Facebook löscht Cybercrime-Gruppen mit 300.000 Mitgliedern
  3. Vor Anhörungen Zuckerberg nimmt alle Schuld auf sich

    •  /