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IMHO: Wählen pro Internet

Onlinethemen stehen am Sonntag mit zur Bundestagswahl. In zwei Tagen sind die Wahlen zum Deutschen Bundestag, abgestimmt wird dabei auch über die Zukunft des Internets in Deutschland. Wer nicht mitwählt, überlässt das Feld Internetausdruckern und anderen Ahnungslosen.
/ Peter Steinlechner
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Beim legendär langweiligen Kanzlerduell hat das Internet keine Rolle gespielt. Weder Angela Merkel noch Frank-Walter Steinmeier verloren ein Wort zum Thema, wurden allerdings auch nicht danach gefragt.

Dabei hätte es sogar zwischen diesen beiden genug Streitstoff zum Thema Online gegeben: Vorratsdatenspeicherung, Jugendschutz, Internetsperren und Netzneutralität sind die prominentesten Themen. Real geht es also um Überwachung, sogenannte Killerspiele, Zensur und die Handyrechnung – Themen, die fast jeden Bürger tangieren. Und es sind Themen, die für die Zukunft dieses Landes wichtiger sind als Dienstwagenskandale, Koalitionsspekulationen oder selbst Managergehälter. Onlinethemen sind so wichtig, dass sie auch Grundlage für die diesjährige Wahlentscheidung sein können.

Es ist ärgerlich, dass im Bundestagswahlkampf ein echter Austausch über Web & Co. kaum stattgefunden hat. Die einzige Ausnahme ist die Piratenpartei, die das Internet nicht nur in den Mittelpunkt stellt, sondern sich gleich ganz darauf beschränkt.

Dabei gibt es teils massive Unterschiede in den Positionen der politischen Lager. Wer noch einmal nachschauen möchte: Golem.de hat die Positionen von Piratenpartei, Die Linke, Grüne, FDP,SPD und CDU/CSU im Bundestagswahl-2009-Special zusammengefasst.

Dann bleibt nur noch eines: wählen gehen. Denn schlimmer als Internetausdrucker sind: Wahlverweigerer.

IMHO = In My Humble Opinion (Meiner bescheidenen Meinung nach)


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