Kein UMD-Umtausch, Händlerboykott: PSP Go hat Startprobleme
Wer jetzt schon eine Playstation Portable und viele Spiele auf dem proprietären Datenträgerformat UMD besitzt, hat ein Problem: Anders als öffentlich angekündigt will Sony Computer Entertainment (SCE) den Spielern nun doch keine Möglichkeit bieten, die Programme im Rahmen einer Umtauschaktion auf den Account im Playstation Network zu transferieren, berichtet Kotaku.com(öffnet im neuen Fenster). Das wäre aber nötig, damit Besitzer einer laufwerklosen PSP Go auf ihre bereits gekauften Spiele zugreifen können.
SCE hatte noch im Sommer 2009, nach der Präsentation der PSP Go auf der Spielemesse E3 in Los Angeles, angedeutet, dass es eine solche Umtauschmöglichkeit geben wird. Angedacht waren damals laut Gerüchten beispielsweise Einrichtungen in Spieleläden oder Elektronikmärkten, an denen der Tausch hätte abgewickelt werden können. Andere denkbare Möglichkeiten wären, dass Spieler ihre UMDs an Sony schicken und dafür die Onlinegutschriften erhalten.
Für die PSP Go bedeutet die Entscheidung ein Handicap beim Verkaufsstart am 1. Oktober 2009. Ein weiteres ist der recht hohe Preis, der bei rund 250 Euro liegt. Außerdem gibt es in einigen Ländern Widerstand vom Handel gegen das Gerät. Die australische Niederlassung der Spielefachkette EB World (hierzulande Gamestop) will die PSP Go beispielsweise nicht anbieten, weil die darauf erzielbaren Softwareumsätze nicht bei ihr realisiert werden können. Gerüchte, wonach auch die deutschen Ketten Media Markt und Saturn die PSP Go nicht anbieten, haben sich auf Nachfrage von Golem.de allerdings als falsch erwiesen.


