Abo
  • Services:

Studie: Soziale Netzwerke haben massive Datenlecks

Persönliche Informationen werden weiterverbreitet

Eine aktuelle Studie von US-Forschern hat nachgewiesen, dass soziale Netzwerke persönliche Informationen ihrer Mitglieder ohne deren Wissen weiterverbreiten. Werbedienstleister wie Doubleclick und andere Dritte haben indirekt Zugang zu den personenbezogenen Daten bei Myspace, Facebook, Twitter & Co.

Artikel veröffentlicht am , Meike Dülffer

Soziale Netzwerke haben ihre Schattenseiten. Dazu gehören auch Probleme mit dem Datenschutz. Zwei US-Forscher haben nachgewiesen, dass die populärsten sozialen Netzwerke massive Datenlecks haben. Ohne Wissen ihrer Mitglieder landen deren persönliche Daten in großem Umfang bei Werbedienstleistern wie Doubleclick (gehört Google). Zum Teil ist das auf absichtliches Handeln zurückzuführen, zum Teil auf Unachtsamkeiten bei der Programmierung der Websites.

Stellenmarkt
  1. Hines Immobilien GmbH, Berlin
  2. über duerenhoff GmbH, Raum Kirchheim unter Teck

Balachander Krishnamurty von AT&T und Craig E. Wills vom Polytechnischen Institut Worcester in Massachusetts haben zwölf der in den USA populärsten sozialen Netzwerke - Bebo, Digg, Facebook, Friendster, Hi5, Imeem, Livejournal, Myspace, Orkut, Twitter, Xanga und LinkedIn - hinsichtlich ihrer Abflüsse von persönlichen Daten untersucht.

Dabei zeigte sich unter anderem, dass persönliche Fotos bei neun der Netzwerke immer für Dritte zugänglich waren, bei zwei weiteren dann, wenn die Standardeinstellungen (Default) im Mitgliederprofil nicht geändert worden sind. Der Wohnort eines Mitglieds war in fünf Fällen immer zugänglich, in sieben weiteren per Default-Einstellung. Der Name des Mitglieds war in fünf Fällen immer zugänglich, in sechs weiteren per Default-Einstellung. Per Standardeinstellung immer unzugänglich war bei allen untersuchten Netzwerken lediglich die E-Mail-Adresse eines Mitglieds.

Die Datenlecks resultieren in erster Linie aus dem fragwürdigen Einsatz von Cookies, HTTP-Headern und weiteren Verfolgungsmechanismen beim Schalten von Onlinewerbung. Um ihren Mitgliedern individuelle Werbeanzeigen zu präsentieren, greifen die sozialen Netzwerke auf Werbedienstleister zurück. Denen liefern die sozialen Netzwerke Informationen über den Nutzer, für den Werbung geliefert werden soll.

In ihrem Papier nennen Krishnamurty und Wills eine ganze Reihe detaillierter Beispiele dafür, wie persönliche Daten von Mitgliedern an Werbedienstleister weitergegeben werden. Darunter findet sich auch folgendes Beispiel, wie ein Verweis auf ein bestimmtes Facebook-Profil an Doubleclick geliefert wird:

GET /clk;203330889;26770264;z;u=ds&sv1=170988623...
Host: ad.doubleclick.net
Referer: http://www.facebook.com/profile.php?id=123456789&ref=name
Cookie: id=2015bdfb9ec||t=1234359834|et=730|cs=7aepmsks
Die Werbedienstleister bedienen in der Regel viele unterschiedliche, soziale Netzwerke. Durch den Einsatz von siteübergreifenden Cookies und anderen Verfolgungsmechanismen sind sie dabei in der Lage, individuelle Profile über die Empfänger von Werbung anzulegen. Die Betroffenen werden darüber nicht informiert und haben praktisch keine Möglichkeit, sich dagegen zu wehren.

Krishnamurty und Wills kommen am Ende ihres Papiers zu folgender Einschätzung: "Die Ergebnisse unserer Studie belegen ganz klar, dass eine indirekte Weitergabe von [persönlichen Informationen] durch [soziale Netzwerke] an [Dritte] stattfindet. Die in unserer Studie untersuchten [sozialen Netzwerke] geben Informationen zur Identifizierung von Nutzern an ein oder mehrere Dritte über Request-URLs, Referer-Header und Cookies weiter. Darüber hinaus liefern zwei der untersuchten [sozialen Netzwerke] direkt persönliche Informationen an Dritte aus. In einem Fall sind das die Postleitzahl und die Email-Adresse... Die Nutzer haben zwar einige Möglichkeiten, um die Weitergabe [persönlicher Informationen] einzuschränken... Allerdings kann das dazu führen, dass der Zugang zu anderen Websites unterbrochen wird. Auch ist es nicht möglich, die Datenlecks komplett zu stopfen." [von Robert A. Gehring]



Anzeige
Spiele-Angebote
  1. (-76%) 11,99€
  2. 14,99€
  3. (-81%) 5,55€
  4. (-78%) 7,99€

Sebmaster 25. Sep 2009

Die selben Einstellungen habe ich auch. Das ist echt gut :)

Manuel77 25. Sep 2009

also ich habe mich bei XING abgemeldet, wen bitte schön gehts es etwas an, was ich wann...

fddsavdsfv 25. Sep 2009

wenn es denn mal so wäre...

Datenhüter 24. Sep 2009

http://www.teltarif.de/vodafone-360-plattform-soziale-netzwerke/news/35861.html

albern 24. Sep 2009

Na wenn man sonst nichts zu tun hat. Bestätigt nur einmal mehr meine Einschätzung von...


Folgen Sie uns
       


Akustische Kamera Soundcam - Bericht

Lärm ist etwas für die Ohren? Nicht nur: Eine akustische Kamera macht Geräuschquellen sichtbar. Damit lassen sich beispielsweise fehlerhafte Teile in einer Maschine erkennen oder der laute Lüfter im Computer aufspüren. Wir haben es ausprobiert.

Akustische Kamera Soundcam - Bericht Video aufrufen
EU-Urheberrechtsreform: Wie die Affen auf der Schreibmaschine
EU-Urheberrechtsreform
Wie die Affen auf der Schreibmaschine

Nahezu wöchentlich liegen inzwischen neue Vorschläge zum europäischen Leistungsschutzrecht und zu Uploadfiltern auf dem Tisch. Sie sind dilettantische Versuche, schlechte Konzepte irgendwie in Gesetzesform zu gießen.
Ein IMHO von Friedhelm Greis

  1. Leistungsschutzrecht VG Media darf Google weiterhin bevorzugen
  2. EU-Verhandlungen Regierung fordert deutsche Version des Leistungsschutzrechts
  3. Fake News EU-Kommission fordert Verhaltenskodex für Online-Plattformen

Wonder Workshop Cue im Test: Der Spielzeugroboter kommt ins Flegelalter
Wonder Workshop Cue im Test
Der Spielzeugroboter kommt ins Flegelalter

Bislang herrschte vor allem ein Niedlichkeitswettbewerb zwischen populären Spiel- und Lernrobotern für Kinder, jetzt durchbricht ein Roboter für jüngere Teenager das Schema nicht nur optisch: Cue fällt auch durch ein eher loseres Mundwerk auf.
Ein Test von Alexander Merz


    PGP/SMIME: Die wichtigsten Fakten zu Efail
    PGP/SMIME
    Die wichtigsten Fakten zu Efail

    Im Zusammenhang mit den Efail genannten Sicherheitslücken bei verschlüsselten E-Mails sind viele missverständliche und widersprüchliche Informationen verbreitet worden. Wir fassen die richtigen Informationen zusammen.
    Eine Analyse von Hanno Böck

    1. Sicherheitslücke in Mailclients E-Mails versenden als potus@whitehouse.gov

      •  /