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boot.kernel.org - Linux aus dem Internet booten

gPXE als Basis, um Live-Distributionen direkt aus dem Netz zu starten. Mit boot.kernel.org startete jetzt ein neuer Dienst, mit dem sich Linux-Systeme über HTTP booten lassen. Dazu stehen diverse Linux-Distributionen in Form ihrer Live-Varianten zur Verfügung.
/ Jens Ihlenfeld
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BKO, kurz für boot.kernel.org(öffnet im neuen Fenster) , erlaubt das Booten von Linux-Distributionen über das Internet. Auf Clientseite wird dazu lediglich das 56 KByte große Programm gPXE benötigt, das auf der Seite als ISO-Image für USB-Stick, CD oder Floppy zum Download bereitsteht. Anders als das Bootsystem PXE erlaubt gPXE auch von FTP- und HTTP-Servern zu booten. PXE unterstützt nur TFTP-Server.

So kann gpxe beispielsweise auf einen kleinen USB-Stick installiert und fast jeder beliebige Rechner mit der eigenen Lieblingsdistribution gebootet werden. Derzeit stehen die Distributionen Debian live(öffnet im neuen Fenster) , Ubuntu 9.04 , Damn Small Linux(öffnet im neuen Fenster) , Knoppix 5.0.1 und die Fedora-11-Live-CD(öffnet im neuen Fenster) im Single-User-Mode zur Verfügung.

Wer eine Distribution ausprobieren will, spart sich mit dem neuen Dienst, diese selbst auf eine CD zu brennen. Das Booten dauert dadurch allerdings recht lange, da die Daten zunächst aus dem Internet übertragen werden müssen. Nach dem Start soll die Geschwindigkeit aber ein tolerierbares Niveau erreichen. Daten sollen dabei grundsätzlich zum Client übertragen werden, nicht vom Client zum Server.

Die Entwicklung von BKO steckt noch in einer frühen Phase. So sind noch einige Erweiterungen geplant, beispielsweise das Booten über iSCSI, was das Ganze schneller machen soll als das derzeit genutzte HTTPFS. Eine entsprechende Implementierung liegt schon vor und soll demnächst in BKO integriert werden.


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