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Gimp 2.8 bekommt Ein-Fenster-Interface und Polaroids

Bestehendes Multi-Window-Interface soll erhalten bleiben. Bereits in der kommenden Version 2.8 soll die freie Bildbearbeitung Gimp einen "Ein-Fenster-Modus" bekommen, was allerdings nicht bei allen Nutzern auf Begeisterung stößt. Daher soll auch der Multi-Window-Modus erhalten bleiben und sogenannte Polaroids für ein konsistentes User-Interface sorgen.
/ Jens Ihlenfeld
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User-Interface-Designer Peter Sikking erläutert die Pläne für das neue User-Interface von Gimp in einem Blogeintrag(öffnet im neuen Fenster). Er stellt fest: 50 Prozent der Nutzer freuen sich über den Plan, Gimp mit einem "Ein-Fenster-Interface" auszustatten, 50 Prozent lehnen dies ab. Um dem gerecht zu werden, soll das bisherige Mehr-Fenster-Interface parallel beibehalten werden. Nutzer sollen künftig zwischen beiden Ansätzen wechseln können.

Und es soll schneller gehen als bislang geplant: Die von Sikking skizzierten Veränderungen sollen bereits mit der kommenden Gimp-Version 2.8 eingeführt werden.

Dabei gibt es einige Probleme zu lösen, soll das umschaltbare Interface konsistent bleiben. So wird es nicht möglich sein, Tabs mit Bildern aus einem Fenster herauszuziehen und zu eigenständigen Fenstern zu machen. Die Tab-Leiste soll zudem durch eine "Image-Parade" genannte Thumbnail-Leiste ersetzt werden, die die zuletzt geöffneten Bilder in chronologischer Reihenfolge zeigt – ganz gleich ob diese geöffnet sind oder nicht. Ein Klick auf ein Thumbnail bringt das jeweilige Bild nach vorn, auch wenn es gegebenenfalls erst geladen werden muss. Ergänzt werden könnte dies durch ein automatisches Schließen von unveränderten Bildern, sollte Gimp der Speicher ausgehen.

Die Image-Parade sollen Nutzer in der Größe anpassen können, auf einen Scrollbalken wird aus Platzgründen verzichtet. Stattdessen sollen sich Nutzer wie bei einem Touch-Interface durch die Thumbnails bewegen.

Neues UI-Element Polaroid

Um dennoch zwei Bilder gleichzeitig betrachten zu können, soll ein neues User-Interface-Element eingeführt werden, das Sikking Polaroid nennt. Es handelt sich um eine Art Abzug eines Bildes, der über das Interface geblendet wird und der keine Bearbeitung zulässt. Lediglich der Bildausschnitt im Polaroid kann gewählt und vergrößert werden.

So können mehrere Polaroids parallel zum gerade bearbeiteten Bild dargestellt werden, auch um vergrößerte Details des aktuellen Bildes zu zeigen. Typische Fensterelemente fehlen, denn bei den Polaroids handelt es sich nicht um echte Fenster. Lediglich ein Knopf zum Schließen ist vorhanden.

Werkzeuge und Inspektor abtrennen

Der Werkzeugkasten und auch der Inspektor lassen sich aus dem Ein-Fenster-Interface herausziehen und so wieder ein aus mehreren Fenstern bestehendes Interface schaffen. Der Inspektor soll zudem mehrere Spalten unterstützen, so dass sich mehr Dialoge unterbringen lassen, auch nebeneinander. Der mehrspaltige Inspektor wird auch das bestehende Userinterface mit mehreren Fenstern ergänzen.

Die wesentliche Entwicklung übernimmt Martin Nordholts(öffnet im neuen Fenster), der die Änderungen bereits in die kommende Gimp-Version 2.8 integrieren will. Der entsprechende Entwicklerzweig Gimp 2.7 wurde bereits gestartet.


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