World of Warcraft: 179.184 Bugs, 75.000 CPUs, 340 Buchhalter
"The Universe of World of Warcraft" heißt der Vortrag, den Blizzard-Manager Frank Pearce im Rahmen der Game Developers Conference(öffnet im neuen Fenster) am 17. September 2009 in Austin gehalten hat. Darin ging es vor allem um Zahlen: So arbeiten nach seinen Angaben derzeit weltweit über 4.600 Menschen an und für World of Warcraft. Darunter sind 32 Programmierer für das eigentliche Spiel – also nicht für Webseiten oder Ähnliches -, die in Teams für die Servertechnologie, die Engine oder die Benutzeroberfläche zuständig sind. 5,5 Millionen Zeilen Quellcode seien bislang entstanden.
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Des Weiteren arbeiteten an dem Onlinerollenspiel 30 leitende Angestellte. An der Spitze steht Pearce selbst, unter ihm gibt es drei große Bereiche und darunter acht weitere Manager mit eigenen Teams. Insgesamt gibt es 37 Designer und 51 Grafiker. 123 Mitarbeiter sind bei Blizzard allein für Zwischensequenzen, Intros und andere Filme zuständig. 245 Menschen seien für die Übersetzung, Betreuung der bislang zehn Sprachversionen und weitere Qualitätssicherungsaufgaben zuständig.
Blizzard beschäftige weltweit rund 340 Mitarbeiter, die sich um die Buchhaltung kümmern, sowie 2.056 Gamemaster für den Kundendienst im Spiel und 66 Communitymitarbeiter insbesondere für die Foren. Zwei Angestellte kümmern sich nur darum, dass die "Historie" der Welt von WoW im Spiel selbst und beispielsweise in Büchern korrekt verwendet werde. Mit Marketing, PR und weiteren Abteilungen würden derzeit rund 4.600 Menschen für World of Warcraft arbeiten – 221 Jobs sind noch unbesetzt.
Auch die Zahlen über die verwendete Technik sind imposant: Damit World of Warcraft läuft, sind bei Blizzard 13.250 Blade-Server im Einsatz sowie 75.000 CPUs und 112,5 TByte RAM – für die Betreuung der Rechenzentren in Paris, Texas oder Seoul sind gerade mal 68 Mitarbeiter zuständig. Blizzard selbst hat laut Pearce insgesamt etwa 20.000 Computer im Einsatz und rund 1,3 Petabyte an Daten seien bislang entstanden.
Auch über die inzwischen produzierten Inhalte sprach Pearce. So hätten seine Mitarbeiter für World of Warcraft rund 2.600 Quests entwickelt, mit der ersten Erweiterung The Burning Crusade seien gut 2.700 und bei der zweiten Wrath of the Lich King weitere 2.350 hinzugekommen. Das für die Qualitätssicherung zuständige Team habe sich an dem Stichtag, an dem er recherchiert hat, um bislang 179.184 Bugs gekümmert. Es gebe aber auch 126 Arten von Patches, die bei World of Warcraft möglich seien – vom großen Update bis zum schnellen Bugfix per Streaming.
Die Abteilung "Sound" habe mittlerweile rund 27 Stunden Musik für die Serie aufgenommen, insgesamt seien 1,5 Millionen "Assets" entstanden – damit sind Inhalte aller Art gemeint, vom NPC über Gebäude bis zu einer Waffe oder Rüstung. World of Warcraft enthalte 360.000 Textzeilen und rund zwei Millionen Worte.



