Nokia setzt auf KOffice
Vor rund drei Monaten erschien KOffice 2 als sogenannter Plattform-Release. Ähnlich wie bei KDE 4 richtet sich diese erste Version an Entwickler und interessierte Tester, denn viele grundlegende Dinge wurden verändert und die Software muss hinsichtlich ihrer Stabilität reifen, einige Funktionen fehlen noch. KOffice 2.1 liegt derzeit in einer zweiten Betaversion vor.
Künftig könnte die Entwicklung etwas schneller vonstatten gehen, denn das KOffice-Team bekommt Unterstützung von Nokia, schreibt Thomas Zander im Qt Labs Blog(öffnet im neuen Fenster). Der finnische Handyhersteller hat KOffice für sein Smartphone-Betriebssystem Maemo 5 adaptiert.
Der von Nokia auf Basis von KOffice geschaffene Dokumentenbetrachter für Maemo 5 nutzt KWord und KPresenter, um Word- und Powerpoint-Dateien anzuzeigen und wartet mit einem eigenen Nutzerinterface auf, das speziell an das Bedienkonzept von Maemo 5 angepasst ist.
Damit könnte KOffice seine Nutzerbasis deutlich vergrößern. Bereits jetzt profitiert KOffice von verbesserter Unterstützung für Microsofts Office-Dateiformate, da Nokia hier einige Fehler beseitigt hat. Sämtliche Änderungen hat Nokia dabei im offiziellen KOffice-Repository vorgenommen. So stehen die Kernbibliotheken von KOffice sowie KWord und KPresenter bereits im Quelltext zum Download bereit.
Die erste Version des Dokumentenbetrachters soll auf dem Maemo Summit in Amsterdam vom 8. bis 11. Oktober 2009 gezeigt werden. Sie wird auf dem Release Candidate von KOffice 2.1 basieren, da die finale Version von KOffice 2.1 voraussichtlich erst ein bis zwei Wochen später erscheinen wird.
KOffice basiert wie KDE auf dem Userinterface Qt, das Nokia mit dem Kauf von Trolltech übernommen hat.
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