Better Place stellt Autosoftware vor
Von der Oberfläche her gleiche das System einem herkömmlichen Navigationssystem, erklärte Jeff Curry, bei Better Place für das Produktmarketing zuständig, Golem.de. Allerdings könne es noch mehr: Das System überwacht den Ladestatus des Akkus und zeigt dem Fahrer an, wie weit er bei seiner gegenwärtigen Fahrweise noch kommt.
Navi und mehr
Diese Daten werden auf die Landkarte projiziert. So kann der Fahrer beispielsweise sehen, welche Ladestationen er erreichen kann. Das geht in Echtzeit, das System reagiert also auch auf eine Änderung der Fahrweise. Ziel sei es, dem Fahrer das Fahren so einfach und komfortabel wie möglich zu machen, sagte Curry.
Das System basiert auf dem Microsoft-Betriebssystem Windows Embedded . Als Prozessor wird ein Intel Atom eingesetzt. Genauere Spezifikationen konnte Curry jedoch nicht nennen. Die Software wurde im Better-Place-Entwicklungszentrum Tel Aviv programmiert. Der deutsche Autozulieferer Continental soll das fertige Infotainmentsystem für das Auto bauen.
Das System soll laut Better Place offen sein. Das bedeutet, externe Entwickler können dafür Anwendungen entwickeln und sie den Fahrern über einen Marktplatz nach dem Vorbild der beliebten Plattformen für Smartphones anbieten.
Kompatibel mit anderen Systemen
Bei der Entwicklung habe das Unternehmen darauf geachtet, dass das System mit anderen kompatibel ist, damit Fahrzeuge mit AutOS auch an Ladestationen anderer Anbieter Strom tanken können. Deshalb beteiligt sich Better Place auch an der Entwicklung von Standards für Stecker, Protokolle und Akkus.
Das erste Auto, in dem das System integriert sein wird, wird Fluence ZE sein. Das elektrisch angetriebene Familienfahrzeug, das Renault auf der IAA vorgestellt hat, soll 2011 in Israel und Dänemark auf den Markt kommen. Die beiden Länder werden die ersten sein, in denen die von Better Place eingerichtete Infrastruktur in Betrieb gehen wird. In Israel hat Better Place Ende 2008 die ersten Ladesäulen aufgestellt .
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