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Ein Kurzfilm gegen Stoppschilder im Internet

Antiüberwachungsfilm nimmt sich CDU-Argumentation vor. Das Nachfolgevideo zu "Du bist Terrorist" ist da. Mit seinem Werk "RetteDeineFreiheit.de" nimmt sich Filmemacher Alexander Lehmann die Argumente der Befürworter der Internetsperren vor. Golem.de sprach mit Lehmann über die ersten Reaktionen.
/ Achim Sawall
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Alexander Lehmann, ein in Hamm lebender Designstudent, hat mit " RetteDeineFreiheit.de(öffnet im neuen Fenster) " einen neuen Antiüberwachungsfilm vorgestellt. Sein Werk " Du bist Terrorist(öffnet im neuen Fenster) ", eine satirische Antwort auf das umstrittene Nationalgefühlvideo "Du bist Deutschland" aus der Medienindustrie, hatte bereits für enorme Aufmerksamkeit gesorgt. Nun greift Lehmann mit einem vermeintlichen CDU-Wahlwerbevideo die Argumente der Überwachungsbefürworter an.

In dem neuen Film heißt es satirisch: "Unsere Stoppschilder werden eines Tages auch den Opfern von Nazis, Terrorismus, Killerspielen, Raubkopien, ausländischen Glückspielseiten, Verleumdung, Kritik, Opposition, Meinungsfreiheit, Menschenwürde und Demokratie zugute kommen." Genannt werden Kfz-Scanning, Vorratsdatenspeicherung, elektronische Pässe, die Gesundheitskarte, der Ausbau der Befugnisse und die Zusammenarbeit von Polizei und Geheimdiensten, das BKA-Gesetz und die Onlinedurchsuchung, Internetsperren und der Einsatz der Bundeswehr im Landesinneren. All dies seien Maßnahmen, mit denen die Demokratie geschützt werde, so der Sprecher im Film.

"Bisher waren die Reaktionen durchweg positiv. Viele schreiben mir und bekunden ihre Solidarität" , sagte Lehmann im Gespräch mit Golem.de. Besonders froh sei er, von Menschen zu hören, die sagten: "Davon habe ich ja überhaupt nichts gewusst oder mitbekommen" . Genau sie will der Filmemacher erreichen. "Auch freue ich mich, dass auf so vielen Seiten über mein Video berichtet wird. Obwohl man im Internet ein wenig das Gefühl hat, offene Türen einzurennen, denke ich, dass ich doch noch viele Menschen über diesen Skandal aufklären konnte."

Sein Film ist komplett 3D-animiert, professionell gemacht und am Rechner digital entstanden. Aus Zeitmangel habe er sich für einen minimalistischen Stil entschieden, "der sehr direkt und klar ist, damit die Informationen nicht mit dem Sprecher konkurrieren, sondern der Sprecher sie unterstützt." Die Arbeit an dem Video habe unter Zeitdruck stattgefunden und nur 15 Tage gedauert. Es sei schließlich essenziell gewesen, vor der Bundestagswahl fertig zu werden.


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