Zum Hauptinhalt Zur Navigation Zur Suche

Linux-Kernel-Module in Haskell schreiben

Modifizierter GHC kommt zum Einsatz. Mit einer geänderten Version des Glasgow Haskell Compiler (GHC) ist es möglich, Module für den Linux-Kernel in der funktionalen Programmiersprache Haskell zu schreiben. Eine Anleitung erklärt, wie das funktioniert.
/ Julius Stiebert
21 Kommentare Auf Google folgen (öffnet im neuen Fenster)

Der Linux-Kernel ist in C geschrieben, und so werden normalerweise auch die Module in C geschrieben. Ein Programmierer hat nun eine Möglichkeit gefunden, um die Kernel-Module in der funktionalen Programmiersprache Haskell(öffnet im neuen Fenster) schreiben zu können. Genutzt wird dafür der GHC in einer Version, die speziell für das Betriebssystem House(öffnet im neuen Fenster) angepasst wurde.

Diese GHC-Version wurde so geändert, dass sie Linux-Module erstellen kann. Durch eine weitere Änderung soll es einfacher sein, Kernel-Funktionen zu importieren und exportieren. In der entsprechenden Anleitung(öffnet im neuen Fenster) wird ausführlich erklärt, wie der GHC vorbereitet wird und wie letztlich Kernel-Module damit erstellt werden können. Die so erstellten Module sollen Typensicherheit bieten und unterstützen Garbage Collection.

Das Ganze ist jedoch eher als interessante Möglichkeit für Haskell-Entwickler zu betrachten. Zudem gibt es mit der Laufzeitumgebung des verwendeten House-GHC 6.8.2 auch noch Probleme. So wird belegter Speicher nicht wieder freigegeben. Beim Hinzufügen und Entfernen von Kernel-Modulen können so große Speicherlecks entstehen, die letztlich zum Systemabsturz führen.


Relevante Themen