Spawn Labs - überall Zugriff auf die eigene Spielekonsole
Kern der Lösung von Spawn Labs ist der Adapter Spawn HD-720. Er wird mit dem eigenen Netzwerk und mit bis zu zwei Konsolen verbunden. Xbox 360, Playstation 3, Playstation 2 und Gamecube werden per Komponenten- oder Composite-Kabel angeschlossen. Der Spawn HD-720 codiert die Inhalte dann mit H.264 und streamt sie mit einer Auflösung von bis zu 720p ins Netzwerk. Der Ton wird als PCM- oder AAC-LC-Stream mit 64 bis 256 KBit/s in Stereo codiert.
Die Konsole lässt sich über Spawn HD-720 auch aus der Ferne einschalten. Dazu nutzt Spawn die Infrarotschnittstelle der Konsole, sofern vorhanden. Bei der PS3 klappt das nicht, da sich diese nur über Bluetooth aus der Ferne einschalten lässt. Daher wird ein Zusätzgerät benötigt, das Spawn in Form des Schmartz PS3IR-500 über seinen Onlineshop verkauft.
Für eine Übertragung mit 720p und 30 Bildern pro Sekunde ist dabei laut Hersteller eine Bandbreite von 3 bis 5 MBit/s notwendig. Im Heimnetz sicher kein Problem, wenn aber über das Internet gespielt wird, sollte es hierzulande dann schon ein Breitbandanschluss mit hohem Upstream wie beispielsweise VDSL sein. Steht weniger Bandbreite zur Verfügung, kann das Gerät den Videostream automatisch herunterskalieren.
Mit dem Spawn HD-720 können sich mehrere Spieler eine Konsole teilen, sowohl lokal direkt an der Konsole als auch in der Ferne. Dabei kommt der Spawn Player zum Einsatz, eine Software, die den Stream des Spawn HD-720 auf einem PC darstellt. Allerdings gilt: Je mehr Spieler aus der Ferne auf die Konsole zugreifen, desto mehr Bandbreite wird benötigt.
Spawn HD-720 kann auch genutzt werden, um die Übertragung von Spielen aus der Ferne zu verfolgen.
Die Latenz des Systems soll bei rund 100 ms zwischen beiden Endpunkten liegen, es dauert mehr als rund 100 ms, bis ein von der Konsole ausgegebenes Bild per LAN bei einem anderen Nutzer landet. Läuft der Stream über das Internet, sollen nochmals 25 bis 50 ms hinzukommen. Laut Spawn Labs sind Latenzen von rund 180 ms für die meisten Spieler akzeptabel, das sollen Versuche ergeben haben. Doch das hänge stark von Spiel und Spieler ab.
Die derzeit nur für Windows verfügbare Software Spawn Player bietet dabei eine native Unterstützung für Gamepads von Xbox 360 und PS3. Diese können direkt am USB-Port angeschlossen und zum Spielen genutzt werden. Zudem will das Unternehmen künftig die wichtigsten Gamepads von Drittherstellern automatisch erkennen und unterstützen. Nicht automatisch unterstützte Gamepads können dennoch genutzt werden, allerdings setzt das eine manuelle Konfiguration voraus.
Bei den unterstützten Gamepads nimmt die Spawn-Lösung eine Konvertierung vor, so dass die Gamepads unabhängig von der Konsole genutzt werden können, beispielsweise um ein Xbox-Spiel mit einem Playstation-Controller zu steuern.
Allerdings wird für jeden Spieler, der aus der Ferne die Konsolen nutzen soll, ein Spawn-Gamepad-Adapter benötigt, der Spawn HD-720 und die Konsole verbindet. Einer für Xbox 360 oder PS3 wird mit der Konsole geliefert, alle weiteren müssen für jede Konsole einzeln gekauft werden.
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| Video: Spawn Labs TechCrunch50 |
Spawn Labs hat mit der Lösung nicht nur Spieler im Visier. Auch für Spieleentwickler kann das System sehr hilfreich sein. Sie könnten darüber Vorabversionen zu Testzwecken bereitstellen oder einen Pool von Entwicklerkits teilen. Dazu bietet das Unternehmen die Spawn Labs Game Developer Suite(öffnet im neuen Fenster) , die Spieleentwicklern ein geschlossenes System mit mehreren Endpunkten zur Verfügung stellt.
Spawn Labs verkauft seine Hardware über einen integrierten Amazon-Shop, liefert aber nur in die USA und nach Kanada. Das Spawn HD-720 kostet 199 US-Dollar, ein Spawn-Gamepad-Adapter 29,95 US-Dollar. Abogebühren fallen nicht an.
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