"... und alle Hausarbeit ist von Robotern gemacht"

Mit den praktischen Anwendungen hat sich für iRobot auch der wirtschaftliche Erfolg eingestellt: "In den ersten zwölf Jahren haben wir es gerade mal geschafft, den Ertrag von 1 Million US-Dollar im Jahr 1990 auf 10 Millionen im Jahr 2002 zu steigern", berichtet Angle. Im aktuellen Geschäftsjahr erwarte iRobot einen Ertrag zwischen 295 und 305 Millionen US-Dollar.

Roboter für die Pflege

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Künftig, glaubt Angle, werden Roboter auch im Gesundheits- und Pflegebereich zum Einsatz kommen. "Unsere Gesellschaften überaltern, und die Kosten für die Pflege in Heimen oder Krankenhäusern belasten die Wirtschaft schwer." Roboter könnten die Wohnung in Ordnung halten und bei der medizinischen Versorgung helfen. Ärzte könnten über den Roboter regelmäßig oder bei Bedarf Kontakt mit einem Patienten aufnehmen, so Angles Zukunftsvision. "Der Nutzer kann also zu Hause wohnen bleiben, bekommt trotzdem Besuch vom Arzt, wenn er ihn braucht und muss sich nicht um den Haushalt kümmern. Dafür wird es eine neue Art von Robotern geben."

Falsche Erwartungen

Andere Visionen hält Angle hingegen für problematisch. So habe Hollywood hohe Erwartungen an Roboter geweckt, die nie existieren werden, weil sie sich über die Gesetze der Physik hinwegsetzen oder weil sie genauso intelligent sind wie Menschen - "wovon wir wirklich noch sehr weit entfernt sind." Das sei nicht hilfreich gewesen. "Stattdessen bieten wir ein kleines rundes Gerät an, und die Leute fragen sich, wie das funktionieren kann und warum es gerade jetzt kommt". Die Roboterhersteller stünden nun vor der Aufgabe, die Käufer davon zu überzeugen, "dass die Technik real ist, dass sie funktioniert und zuverlässig ist." Und dass sie sie nicht terminieren wird? "Ja, klar. Das auch", lacht er.

Eine Flotte spezialisierter Roboter

Ebenso wenig hilfreich sei die unrealistische Vorstellung, es werde eines Tages robotische Dienstmädchen geben, die wie Menschen aussehen und den Haushalt führen. "Es gibt Probleme mit Robotern, die alles können sollen. Vor allem werden sie groß. Und wenn sie groß sind, haben sie Schwierigkeiten, unter dem Tisch oder unter der Couch sauberzumachen. Ein Staubsaugerroboter sollte also nur so groß sein, wie er unbedingt sein muss. Will ich hingegen einen Roboter, mit dem ich mich unterhalten kann, dann sollte er so groß sein, dass ich ihn anschauen kann, dass ich seinen Bildschirm ablesen kann. Mit einem Menschen spreche ich auch lieber von Angesicht zu Angesicht als mit seinen Schuhen."

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Künftig, davon ist Angle überzeugt, werden wir deshalb über eine Flotte spezialisierter Roboter verfügen. "Bei der Entwicklung von Robotern sollten wir immer an die Aufgabe denken, für die er gedacht ist, und nicht mehr hinzufügen als nötig. Sonst wird der Roboter zu teuer und auch weniger zuverlässig."

Da es viele dröge Haushaltsarbeiten gibt, wird iRobot weiter gute Geschäfte machen. Die Richtung gibt der Chef vor: "Ich wünsche mir einen Roboter, der meine Wäsche faltet - das tue ich nämlich nicht gern. Ich möchte nach Hause kommen - und alle Hausarbeit ist von Robotern gemacht."

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User 18. Sep 2009

Wieder was gelernt, ich dachte es heisst Schwachkopf/langweiliger Computerfreak. Doch...

ThadMiller 17. Sep 2009

Dann brauch ich wohl (da Türschwellen vorhanden) für jeden Raum nen eigenen Saro...

ME_Fire 17. Sep 2009

Man darf bei den Dingern nicht den Anspruch haben dass sie jedes Mal jeden Fleck in der...

SoIsses 16. Sep 2009

Ich denke mal so manche Mähdrescher, besser Rasenmäher sieht aus der Perspektive eines...



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