Abo
  • Services:

US-Studie: Gewalthaltige Spiele kein Auslöser von Gewalt

Gleichaltrige und Eltern wichtigere Faktoren

Das Drama um einen getöteten Mann in der Münchner S-Bahn sorgt dafür, dass Medien wieder sogenannte Killerspiele als Auslöser für Gewalt nennen. Eine aktuelle wissenschaftliche Studie kommt zu anderen Schlüssen.

Artikel veröffentlicht am ,

Der tragische Tod eines 50-Jährigen, der am 12. September 2009 in der Münchner S-Bahn das Opfer von jugendlichen Schlägern wurde, führt in einigen Massenmedien zu neuen Vorwürfen gegenüber den sogenannten Killerspielen. Die Boulevardzeitung Münchner Merkur schreibt über "hemmungslose Schläger, die sich ihre Anregungen aus Gangster-Rap und Killer-Spielen holen". Die Offenburger Post über die Täter: "Aufgeputscht von Killer-Spielen oder was auch immer sind sie im Rausch."

Stellenmarkt
  1. Bosch Gruppe, Stuttgart
  2. Technische Informationsbibliothek (TIB), Hannover

Eine aktuelle Studie des US-amerikanischen Verhaltenspsychologen und Kriminologen Christopher Ferguson von der Texas A&M International University kommt zu einem anderen Ergebnis: Mediengewalt in Computerspielen oder Fernsehsendungen führt demnach nicht zu tatsächlicher Gewalt. Ferguson hat 603 US-amerikanische Kinder im Alter von zehn bis 14 Jahren untersucht; ein Großteil hatte einen Migrationshintergrund. Laut der Studie sind es vor allem der Einfluss von Gleichaltrigen, antisoziale Persönlichkeitsmerkmale, Depressionen und Eltern, die psychologische Gewalt in ihren Beziehungen ausüben, die dann zu realer Gewalt führen. Oft genannte Faktoren wie die Art der Nachbarschaft sowie gewalthaltige Computerspiele oder Fernsehsendungen seien hingegen keine Auslöser.

Ferguson hat sich bereits früher mit der Debatte über Computerspiele und Gewalt auseinandergesetzt. Im Rahmen einer Metastudie fand er heraus, dass die Untersuchungen, die einen Zusammenhang zwischen Games und Gewalt sehen, wissenschaftlich fragwürdig vorgehen. Er unterstellt zumindest zum Teil ideologische Hintergründe. Ferguson kritisiert außerdem, dass viele, die Spiele für problematisch halten, zu alt seien, um sich in die untersuchten Zielgruppen hineinzuversetzen und keine eigenen Erfahrungen mit der Rezeption von Spielen hätten.



Anzeige
Hardware-Angebote
  1. 119,90€
  2. (reduzierte Überstände, Restposten & Co.)

SwA 24. Sep 2009

Immer wieder interessant wie viele Menschen sich für Kindesmisshandlung aussprechen...

Wikifan 16. Sep 2009

Rauten-News, 1. Oktober 2051 Offenbar ist Leben Auslöser von Gewalt. US-Studien kommen...

Wikifan 16. Sep 2009

Der Völkermord hat übrigens einen ganzen Wirtschaftszweig vorangebracht - man denke nur...

Bibabuzzelmann 15. Sep 2009

Da bin ich ganz deiner Meinung. Gerade in deinem letzten Absatz sprichst du Dinge an...

DerMannHatRecht 15. Sep 2009

/signed!!!


Folgen Sie uns
       


Radeon RX 590 - Test

Wir schauen uns AMDs Radeon RX 590 anhand der Nitro+ Special Edition von Sapphire genauer an: Die Grafikkarte nutzt den Polaris 30 genannten Chip, welcher im 12 nm statt im 14 nm Verfahren hergestellt wird.

Radeon RX 590 - Test Video aufrufen
Gaming-Tastaturen im Test: Neue Switches für Gamer und Tipper
Gaming-Tastaturen im Test
Neue Switches für Gamer und Tipper

Corsair und Roccat haben neue Gaming-Tastaturen auf den Markt gebracht, die sich vor allem durch ihre Switches auszeichnen. Im Test zeigt sich, dass Roccats Titan Switch besser zum normalen Tippen geeignet ist, aber nicht an die Geschwindigkeit des Corsair-exklusiven Cherry-Switches herankommt.
Ein Test von Tobias Költzsch

  1. Azio RCK Retrotastatur wechselt zwischen Mac und Windows-Layout
  2. OLKB Planck im Test Winzig, gerade, programmierbar - gut!
  3. Alte gegen neue Model M Wenn die Knickfedern wohlig klackern

Requiem zur Cebit: Es war einmal die beste Messe
Requiem zur Cebit
Es war einmal die beste Messe

Nach 33 Jahren ist Schluss mit der Cebit und das ist mehr als schade. Wir waren dabei, als sie noch nicht nur die größte, sondern auch die beste Messe der Welt war - und haben dann erlebt, wie Trends verschlafen wurden. Ein Nachruf.
Von Nico Ernst

  1. IT-Messe Die Cebit wird eingestellt

Mars Insight: Nasa hofft auf Langeweile auf dem Mars
Mars Insight
Nasa hofft auf Langeweile auf dem Mars

Bei der Frage, wie es im Inneren des Mars aussieht, kann eine Raumsonde keine spektakuläre Landschaft gebrauchen. Eine möglichst langweilige Sandwüste wäre den beteiligten Wissenschaftlern am liebsten. Der Nasa-Livestream zeigte ab 20 Uhr MEZ, dass die Suche nach der perfekten Langeweile tatsächlich gelang.

  1. Astronomie Flüssiges Wasser auf dem Mars war Messfehler
  2. Mars Die Nasa gibt den Rover nicht auf
  3. Raumfahrt Terraforming des Mars ist mit heutiger Technik nicht möglich

    •  /