Hybridpost - Angriff auf die Deutsche Post?
Dem Bericht der Wirtschaftswoche(öffnet im neuen Fenster) zufolge treffen sich am kommenden Donnerstag in Berlin Vertreter der Briefdienste aus der Stuttgarter Verlagsgruppe Georg von Holtzbrinck (zu der auch Golem.de gehört), darunter Firmen wie Pin Mail aus Berlin, Arriva aus Freiburg und Main-Post Logistik aus Würzburg, sowie der niederländischen Post TNT. Sie wollen eine gemeinsame Datenschnittstelle beschließen, um Briefe per Internet annehmen und dann bundesweit gedruckt ausliefern zu können, was unter dem Schlagwort "Hybridpost" läuft.
Vor allem für kleine und mittelgroße Unternehmen soll das Angebot interessant sein, die Rechnungen, Vertragskorrespondenz und Versicherungsmitteilungen so versenden sollen. Die per Internet eingelieferten Briefe werden von den Zustelldiensten in den Regionen ausgedruckt, kuvertiert und zugestellt. So sollen Transportkosten reduziert und eine bundesweite Zustellung binnen 24 Stunden garantiert werden.
Pin Mail bietet bereits seit 1. Juli 2009 einen solchen elektronischen Briefkasten unter pinbriefportal.de(öffnet im neuen Fenster) an. Die Service- und Materialleistungen wie Briefpapier, Druck, Kuvertierung, Porto und Zustellung sind im Preis enthalten, der ab 64 Cent beginnt. Die Verarbeitung erfolgt je nach gewähltem Produkt in Schwarz-Weiß- oder Farbdruck, wobei farbige Drucke ab 0,75 Cent angeboten werden. Die Auslieferung über die Deutsche Post kostet jeweils 1 Cent Aufpreis.
Briefe können in den Formaten PDF, Microsoft Word OpenDocument (.odt, .sxw) und RTF verarbeitet werden. Auch der Versand von Serienbriefen ist möglich.
Die Deutsche Post plant mit "Brief im Internet" einen ähnlichen Dienst.
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