Abo
  • IT-Karriere:

Test: Windows 7 Multitouch - inkonsequent umgesetzt

Unzureichende Handflächenerkennung

In einem weiteren Bereich, der ausschließlich Tablet-PC-Nutzer betrifft, hat Microsoft praktisch nichts getan: Die schlechte Handflächenerkennung stört immer noch. Sie beschränkt sich auf reines Erkennen des Stiftes in der Nähe des Displays. Liegt der Handballen zuerst auf dem Display und der Stift kommt danach in die Reichweite des Feldes, malt der Nutzer zunächst mit dem Handballen, das nennt sich auch Vectoring.

Stellenmarkt
  1. Wilhelm Layher GmbH & Co. KG, Güglingen
  2. operational services GmbH & Co. KG, verschiedene Standorte

Hier wird Multitouch sogar zum Nachteil, denn der Nutzer malt jetzt gegebenenfalls an mehreren Stellen gleichzeitig, was natürlich nicht gewollt ist. Besonders unangenehm ist es, wenn der Anwender unvermittelt mit der Handfläche auf dem Bildschirm ruht. N-Trig umgeht diese Schwäche aber geschickt mit dem Auto-Modus, der das Panel erst nach einem doppelten Fingertippen für die Fingerbedienung freischaltet. Besser wäre es, wenn das Betriebssystem diese Aufgabe übernehmen würde.

Zu wenig Multitouch-Anwendungen

Demotivierend ist außerdem, dass nur wenige Anwendungen auf Multitouch vorbereitet wurden. Microsofts Journal etwa kann damit gar nichts anfangen. Schlampig ist zudem die Multitouch-Umsetzung in der Fotoanzeige. Das Drehen von Bildern funktioniert nicht immer. Und es fehlen Animationen, die verdeutlichen, ob der Nutzer Bilder rotiert oder sich vorwärts oder rückwärts bewegt. Das ist insbesondere ärgerlich, wenn die Flicks-Gesten benutzt werden, die schon seit Windows Vista existieren. Das sind schnelle Ein-Finger-Gesten, um sich vor oder zurück zu bewegen.

Wischt der Nutzer in der Fotoanzeige mit dem Finger von links nach rechts über den Bildschirm, wird eine Zurückgeste ausgeführt. Ein Symbol in Form eines Pfeils soll das verdeutlichen und zeigt dabei nach rechts. Rechts heißt also bei Gesten zurück, also das Gegenteil von dem, was der Anwender erwartet. Im Browser oder in der Navigation ist der Rechtspfeil aber mit der Vorwärtsfunktion belegt. Da die Bilder ohne jede Animation einfach nach einer Geste getauscht werden, weiß der Nutzer anschließend nicht mehr, ob er sich nach vorne oder nach hinten in der Galerie bewegt hat. Der Internet Explorer 8 bietet immerhin Animationen, die allerdings eher verwirren, da sie zum einen nicht sauber laufen und zum anderen nicht synchron mit der Fingerbewegung sind.

Das iPhone arbeitet in Bildergalerien wie Windows 7, eine Geste von links nach rechts entspricht also einem Zurück. Der große Unterschied dabei ist aber, dass der Anwender den Inhalt unter dem Finger mitzieht und damit sofort sieht und weiß, was passiert. Solche Selbstverständlichkeiten fehlen Windows 7 komplett und die Bedienung ist dadurch verwirrend und nicht intuitiv. Dabei verspricht Multitouch eigentlich eine intuitivere Bedienung, aber eben nur, wenn es nicht so unzureichend umgesetzt wurde, wie es Microsoft getan hat.

 Test: Windows 7 Multitouch - inkonsequent umgesetztTest: Windows 7 Multitouch - inkonsequent umgesetzt 
  1.  
  2. 1
  3. 2
  4. 3
  5. 4
  6. 5
  7.  


Anzeige
Top-Angebote
  1. ab 0,89€ (u. a. enthalten Distraint 2, Rusty Lake Paradise, Nex Machina, Shantae: Half-Genie Hero)
  2. (u. a. The Division 2 für 36,99€, Just Cause 4 für 17,99€, Kerbal Space Program für 7,99€)
  3. (u. a. Sandisk Plus 1-TB-SSD für 88,00€, WD Elements 4-TB-Festplatte extern für 79,00€)
  4. ab 419,00€

MS-FT-456 25. Sep 2009

"Der GEZ-Funk ist ein Koloss im Netz." http://www.spiegel.de/netzwelt/web/0,1518,651019...

1337King 25. Sep 2009

Ging es nicht um win 7 und multitouch ? Sucht euch mal alle nen Job damit ihr keine Zeit...

Paule 25. Sep 2009

lol. Du hast es nie ausprobiert, oder?

Bouncy 25. Sep 2009

ja, witzig ist aber ungleich sinnvoll, witzig hält für ungefähr 5 minuten vor, danach...

Bouncy 25. Sep 2009

blödsinn, die erkennung ist seit vista absolut top, während tts schon seit version 5...


Folgen Sie uns
       


AMD Ryzen 9 3900X und Ryzen 7 3700X - Test

Wir testen den Ryzen 9 3900X mit zwölf Kernen und den Ryzen 7 3700X mit acht Kernen. Beide passen in den Sockel AM4, nutzen DDR4-3200-Speicher und basieren auf der Zen-2-Architektur mit 7-nm-Fertigung.

AMD Ryzen 9 3900X und Ryzen 7 3700X - Test Video aufrufen
Google Maps in Berlin: Wenn aus Aussetzfahrten eine neue U-Bahn-Linie wird
Google Maps in Berlin
Wenn aus Aussetzfahrten eine neue U-Bahn-Linie wird

Kartendienste sind für Touristen wie auch Ortskundige längst eine willkommene Hilfe. Doch manchmal gibt es größere Fehler. In Berlin werden beispielsweise einige Kleinprofil-Linien falsch gerendert. Dabei werden betriebliche Besonderheiten dargestellt.
Von Andreas Sebayang

  1. Kartendienst Qwant startet Tracking-freie Alternative zu Google Maps
  2. Nahverkehr Google verbessert Öffi-Navigation in Maps
  3. Google Maps-Nutzer können öffentliche Veranstaltungen erstellen

Ricoh GR III im Test: Kompaktkamera mit Riesensensor, aber ohne Zoom
Ricoh GR III im Test
Kompaktkamera mit Riesensensor, aber ohne Zoom

Kann das gutgehen? Ricoh hat mit der GR III eine Kompaktkamera im Sortiment, die mit einem APS-C-Sensor ausgerüstet ist, rund 900 Euro kostet und keinen Zoom bietet. Wir haben die Kamera ausprobiert.
Ein Test von Andreas Donath

  1. Theta Z1 Ricoh stellt 360-Grad-Panoramakamera mit Profifunktionen vor
  2. Ricoh GR III Eine halbe Sekunde Belichtungszeit ohne Stativ

FPM-Sicherheitslücke: Daten exfiltrieren mit Facebooks HHVM
FPM-Sicherheitslücke
Daten exfiltrieren mit Facebooks HHVM

Server für den sogenannten FastCGI Process Manager (FPM) können, wenn sie übers Internet erreichbar sind, unbefugten Zugriff auf Dateien eines Systems geben. Das betrifft vor allem HHVM von Facebook, bei PHP sind die Risiken geringer.
Eine Exklusivmeldung von Hanno Böck

  1. HHVM Facebooks PHP-Alternative erscheint ohne PHP

    •  /