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IBM wirft MS Office raus

Microsoft Deutschland wollte auf Anfrage keine Stellung nehmen, hat aber jüngst einen offenen Standard Office-Open-XML (".ooxml") als Konkurrenz zum ebenfalls offenen ".odf" angemeldet, um am Ball zu bleiben. Für die Office-Dateiformate bietet Microsoft kostenlos hingegen nur Ansichtsprogramme an, mit denen Nutzer die Dokumente nicht bearbeiten können.

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Immer mehr staatliche Organisationen beginnen, Dokumente in offenen Formaten zu archivieren, um den Zugang dazu ohne Abhängigkeit von einem Anbieter zu sichern. Auch die Bundesregierung setzt für ihre Daten auf offene Standards. Jan Wildeboer, als sogenannter "Evangelist" Sprachrohr von Red Hat, dem weltweit größten Open-Source-Unternehmen, warnt: "Die IT-Welt wandelt sich von einer produktbasierten zu einer standardbasierten Welt. Das wird gravierende Auswirkungen auf Anbieter wie Oracle oder Microsoft haben." In der standardisierten Welt ist egal, wer das Programm liefert. Es muss nur offene Formate verarbeiten können.

Ein Beispiel ist das Internetbüropaket Google Apps. Der Quellcode gehört Google, aber die Dateiformate sind offen einsehbar und nutzbar. Größter Apps-Kunde ist die belgische Valeo mit 30.000 Lizenzen.

Freie Standards ermöglichen den Kunden leichter, den Anbieter zu wechseln. Was passiert, wenn das nicht geht, musste der schweizerische Maschinenhersteller Hilti erleben: "Unser altes Serverbetriebssystem Tru64 wurde vom Hersteller abgekündigt", sagt Michael Hartmann, IT-Verantwortlicher bei Hilti. Das heißt: Die Software wird vom Hersteller nicht mehr betreut. "Wir waren schockiert, weil sich damit unser gesamtes externes Know-how verflüchtigt hatte." Hilti hat seine geschäftskritischen Serveranwendungen auf das offene Linux umgestellt, damit "so etwas nie wieder passieren kann".

Der IBM-Vorstoß kann Microsoft teuer zu stehen kommen: Im kommenden Jahr wird Office 2010 runderneuert erscheinen und eine - für Privatnutzer - kostenlose Internetkomponente erhalten. Sie soll Google oder Programme wie Symphony abwehren und die Umsätze ankurbeln.

"IBM hat aber die Macht, den Wechsel vorzuleben", glaubt Wildeboer. "Das hat einen Leuchtturmeffekt, so wie der Umstieg der Stadt München auf Open Source in der Behördenszene." Doch noch ist Microsoft bei weitem nicht überall gefährdet. Bei BMW in München etwa heißt es auf Anfrage, dass es keine Pläne gebe, Office zu wechseln: "Wir haben gerade mit Microsoft vereinbart, weltweit 80.000 Rechner auf Windows 7 umzustellen", sagt Sprecher Frank Wienstroth. "Da fangen wir nicht gerade jetzt an, über Office-Alternativen nachzudenken." [von Axel Postinett / Handelsblatt.com]

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Nameless 11. Okt 2009

Ist doch nichts neues. Die BMW-Designer verwenden schließlich auch MS Paint zum Zeichnen...

Mr. Moo 14. Sep 2009

Wegen Ribbons: Die Idee ist toll. Die neuen Möglichkeiten von Office 2007 auch. Und mit...

knock 14. Sep 2009

Warte - ich gehe gerade mal in mich... nein.

asdfasdfasdf 14. Sep 2009

Ich habe eine Lizenz für Office 2007 nutze aber leiber OOo weil ich die Ribbons so doof...

ded 14. Sep 2009

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