Test: Core i5 und neuer i7 mit mehr Turbo und Sparmaßnahmen

Chipsatz mit nur einem Chip

Statt drei Speicherkanälen wie noch beim Bloomfield, die in der Praxis aber kaum Vorteile bringen, gibt es bei Lynnfield derer nur noch zwei. Daher besitzt der neue Sockel nur noch 1.156 statt 1.366 Kontakte. Damit konnte auch das Chipgehäuse, auch Package genannt, deutlich kompakter werden. Mit zwei Speicherkanälen sind zudem einfacher zu konstruierende und damit billigere Mainboards möglich.

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Der Wegfall eines Speicherkanals hat jedoch das Die nicht verkleinert: Statt 731 Millionen Transistoren bei Bloomfield sind es bei Lynnfield 774 Millionen. Das liegt an der Integration eines PCI-Express-Controllers in der CPU. Den QPI-Link von Bloomfield, welcher beim X58-Chipsatz die Northbridge ansprach, hat Intel im Gegenzug gestrichen.

Der PCIe-Controller im Lynnfield ist jedoch nur für die Grafikkarten zuständig. Dafür gibt es nur 16 Lanes. Es lässt sich also eine Grafikkarte mit voller Anbindung ansteuern oder zwei mit je acht Lanes. Auch das ist bei Spielen aber nicht von Nachteil, da der Controller nach PCI-Express-2.0 ausgeführt ist, was doppelt so schnell ist wie die erste Version der Schnittstelle. Ein PCIe-2.0-Slot mit x8 ist mit 8 Gigabyte pro Sekunde so schnell wie x16 bei PCI-Express-1.0.

Da die Steuerungseinheiten für Speicher und Grafikkarten nun in der CPU sitzen, kommt Intel mit einem einzelnen Baustein für das aus, was immer noch Chipsatz genannt wird. Nvidia hat das, zuerst durch Apple, mit der Serie Geforce 9400 populär gemacht, auch wenn es ähnliche Lösungen, unter anderem von Via, schon früher gab.

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Intels P55-"Chipsatz" ist jedoch mehr als nur die Southbridge, auch wenn sie deren typische Funktionen mit sechs SATA- und ganzen 14 USB-2.0-Ports gut erfüllt. Es gibt darüber hinaus noch acht Lanes nach PCI-Express-2.0, wofür eine in der Regel schon für einen Ethernet-Adapter verwendet wird.

Diese Lanes gilt es für die Mainboardhersteller flexibel aufzuteilen. Sie erreichen nämlich nur 2,5 Gigatransfers pro Sekunde statt den bei PCI-Express-2.0 üblichen 4 GT/s. Das ergibt brutto immer noch 500 MByte pro Sekunde für eine Lane oder einen x1-Slot. Etwa für RAID-Adapter mit eigenen Prozessoren sind damit doch mehrere Lanes erforderlich, um teure Festplattenverbünde nicht zu bremsen.

Nicht in Intels Blockdiagramm verzeichnet sind die vier möglichen Slots für herkömmliche PCI-Karten. Wie der Chiphersteller Golem.de erklärte, ist dieser Bus nicht an die knappen PCIe-Lanes gebunden, sondern verfügt über eine eigene Logik. Auf seinen beiden P55-Mainboards mit voller ATX-Größe hat Intel je zwei PCI-Slots verbaut, nur einer davon ist aber bei Verwendung von zwei doppelt breiten Grafikkarten noch nutzbar.

Der nun auch in 45-Nanometer-Technik gefertigte P55-Chipsatz ist deutlich sparsamer als der X58. Für den P55 gibt Intel eine TDP von nur 4,7 Watt an, beim X58 sind es samt Southbridge ICH10R ganze 28,6 Watt.

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Agamemnon 09. Sep 2009

Ich gähne nur noch, wenn "neue" Prozessoren vorgestellt werden, ich habe schon lange...

Leser 09. Sep 2009

Core i7 975 und 950 sind doch hier in den Benchmarks.

KARR 08. Sep 2009

"KITT ICH BRAUCH DICH!" Turbo-Boost!!!



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