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Test: Core i5 und neuer i7 mit mehr Turbo und Sparmaßnahmen

Produkte und Politik

Seit über zehn Jahren gab es zu einer neuen Intel-Plattform nicht mehr so viele inoffizielle Informationen oder je nach Sichtweise auch virales Marketing vor dem Marktstart im Netz zu finden - kurzfristig auch bei Intel selbst. Die sehr langfristigen Planungen des Chipherstellers, von denen in erster Linie die Anbieter von Mainboards und PCs abhängig sind, lassen sich eben genauso schnell ändern, wie ein Öltanker zu einer 180-Grad-Wende zu bewegen ist. Folglich gab es bereits auf der Cebit 2009 und später auf der Computex fertig entwickelte Mainboards mit dem neuen Sockel LGA 1156 zu sehen, und verschwunden sind diese Produkte seitdem nicht mehr.

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Nach über drei Jahren "Core 2" als Maß der Dinge brennt die PC-Branche darauf, endlich wieder komplett neue Plattformen anbieten zu können. Dass es sich dabei aber um die Sparversion - im Guten wie im Schlechten - des Core i7 handelt, lässt sich mit vielen kleinen Details verschleiern. Das fängt bei der Taktfrequenz an: Intel gibt inzwischen auch in seinen eigenen Unterlagen nicht mehr nur den Basistakt der CPU an, also die Frequenz, die sie garantiert erreicht. Auch die maximale Frequenz des Turbo-Boost wird nun genannt. Wie in unserer Vorstellung der Nehalem-Architektur ausführlich beschrieben, können sich diese Prozessoren selbst übertakten. Beim bisherigen Core i7 mit dem Kern "Bloomfield" waren dafür zwei Stufen vorgesehen, auch "Bins" genannt. Jede dieser Stufen hat 133 MHz, entspricht also dem physikalischen externen Takt der CPU oder einer Stufe des Multiplikators. Die Lynnfields können sich um bis zu fünf Stufen übertakten.

Sockel LGA 1156
Sockel LGA 1156
Das ergibt auf dem Papier für den Core i7 870 dann statt nominal 2,93 GHz schon 3,6 GHz - oder auch genau den Takt, den der Core i7 975, Intels schnellste und teuerste Desktop-CPU, per Turbo-Boost erreichen kann. Schneller als der bisherige Core i7 kann die neue Serie also ohne Übertaktung durch den Anwender nicht werden.

Die zweite wesentliche funktionale Neuerung der Nehalem-Architektur ist die Rückkehr des Hyperthreading. Diese mit dem Pentium 4 eingeführte Technik stellt gegenüber dem Betriebssystem doppelt so viele Kerne dar wie tatsächlich vorhanden sind. Die Funktionseinheiten der Cores werden bei gut gethreadeten Anwendungen so flexibler genutzt.

Laut Intel und auch nach den bisherigen Messungen von Golem.de sind durch Hyperthreading im Idealfall 20 Prozent mehr Rechenleistung zu erzielen. Ein noch wesentlicherer Vorteil ist aber, dass der Rechner auch bei Volllast durch Hyperthreading immer noch schnell auf Benutzereingaben reagiert.

So ist es beispielsweise beim Umrechnen eines Videos, wobei alle acht virtuellen Kerne belastet werden, kein Problem, noch eine größere Office-Anwendung zu starten. Das gilt auch für das Surfen auf komplexen Webseiten während der gleichen Aufgabe. Diese Vorzüge gibt es aber nur beim Core i7 - beim Core i5 hat Intel das Hyperthreading gestrichen. Die Cache-Ausstattung hat Intel bei den neuen CPUs nicht verändert. Wie schon bei der Serie Core i7 900 gibt es auch bei Core i7 800 und Core i5 700 je 256 KByte L2-Cache pro Kern und einen gemeinsamen L3-Cache für alle Kerne. Dieser L3-Cache ist bei den Zwischenspeichern der größte Unterschied zu den Core-2-Prozessoren, die viel ihrer Leistung aus den bis zu 3 MByte L2-Cache für einen einzelnen Kern ziehen.

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Agamemnon 09. Sep 2009

Ich gähne nur noch, wenn "neue" Prozessoren vorgestellt werden, ich habe schon lange...

Leser 09. Sep 2009

Core i7 975 und 950 sind doch hier in den Benchmarks.

KARR 08. Sep 2009

"KITT ICH BRAUCH DICH!" Turbo-Boost!!!


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