Dunklere Webseiten unter Snow Leopard
Windows setzt einen Gammawert(öffnet im neuen Fenster) von 2,2 schon lange ein. Webdesigner, die auf dem Mac arbeiten, stellen deshalb häufig ihren Standardwert ebenfalls auf dieses Gamma ein, um konsistente Ergebnisse zu erzielen. Nun hat Apple das Standardgamma selbst auf 2,2 gesetzt.
Adobes Mitarbeiter Lars Borg, der sich seit 20 Jahren mit dem Farbmanagement beschäftigt, zeigt in Nacks Blogbeitrag(öffnet im neuen Fenster) auf, wie es zu den unterschiedlichen Gammawerten kam: In den Anfangszeiten setzte Apple auf ein Gamma von 1,8, weil dies auf dem Bildschirm ungefähr dem Druckfarbeneindruck entspricht. Ein digitales Farbmanagement für den Rechner gab es damals noch nicht.
In den 90er Jahren kam die HDTV-Spezifikation als ITU 709(öffnet im neuen Fenster) auf, die ein Gamma von ungefähr 2,0 vorschlug. Doch damit nicht genug. 1996 kam der Farbraumstandard sRGB(öffnet im neuen Fenster) von HP und Microsoft auf, der ein Gamma von 2,2(öffnet im neuen Fenster) beinhaltete. Zunächst wurde sRGB nach Angaben von Borg im Displaybereich unterstützt und später auch noch bei Digitalkameras.
2005 zeigte sich, dass auch ein Gamma von 2,2 nicht das Ende der Fahnenstange war. In diesem Jahr legte die US-Filmindustrie in der "Digital Cinema Initiative(öffnet im neuen Fenster)" ein Gamma von 2,6 für die Projektion von digitalen Kinofilmen fest.
Wer auf ein Gamma von 1,8 angewiesen ist, kann es in den Systemeinstellungen des Betriebssystems wieder einstellen. Wie das geht, beschreibt Apple ausführlich in einem Knowledgebase-Artikel(öffnet im neuen Fenster).
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