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Debian nutzt künftig Upstart

Neues Init-System für Squeeze. Die nächste Debian-Version 6.0 (Squeeze) soll das moderne Init-System Upstart einsetzen. Dadurch sollen Probleme mit dem momentan verwendeten System-V-Init umgangen werden. Die alten Init-Skripte wollen die Debian-Entwickler aber weiterhin unterstützen.
/ Julius Stiebert
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Mit der kommenden Version 6.0 soll Debian GNU/Linux wie beispielsweise schon Ubuntu auf das Init-System Upstart setzen. Das gab Petter Reinholdtsen auf der Entwicklermailingliste bekannt(öffnet im neuen Fenster) . Demnach passt das bisher verwendete System-V-Init nicht mehr zum Linux-Kernel, der mehr und mehr ereignisorientiert arbeitet.

Das führe unter anderem zu Problemen bei der Hardwareerkennung. So versuche Debian während des Startvorgangs häufig schon mit fsck oder mount auf Geräte zuzugreifen, die noch nicht in /dev vorhanden sind, so Reinholdtsen. Oder das Startsystem versuche eine NFS-Freigabe einzubinden, obwohl die Netzwerkschnittstellen noch nicht bereit sind.

Dieses grundlegende Problem müsse behoben werden, indem ein ereignisorientiertes Init-System verwendet wird – so wie es Upstart(öffnet im neuen Fenster) ist. Die Linux Standard Base verlangt, dass die Init.d-Skripte weiter unterstützt werden. Daher wollen die Debian-Entwickler Upstart entsprechend anpassen. Der Wechsel des Init-Systems soll für Nutzer transparent verlaufen und die Migration so einfach machen. In Squeeze sollen die größten Boot-Probleme beseitigt werden. In der Version nach Squeeze planen die Entwickler, die Umstellung weiter voranzutreiben und damit andere Probleme anzugehen.


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