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Electronic Arts: Rechtsstreit wegen Boxern und Bankräubern

Spielekonzern von Sportvermarktern und Gangster-Nachfahren verklagt. Viel Feind, viel Ehr – aber auf diese Art von Anerkennung könnte EA wohl verzichten: Das Unternehmen ist von einem Sportvermarkter auf 15 Millionen US-Dollar verklagt worden. Auch die Nachfahren eines Bankräubers klagen – wegen Der Pate.
/ Peter Steinlechner
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Das amerikanische Unternehmen Fighters Inc. hat Electronic Arts in Los Angeles auf Zahlung von 15 Millionen US-Dollar verklagt. Der Sportvermarkter sagt, EA habe für das Boxspiel Fight Night Round 4 mit Boxern Einzelverträge über deren Verwendung abgeschlossen, obwohl Fighters Inc. die Rechte hält und sie angeblich exklusiv in Sammelverträgen vermarktet; dabei geht es auch um Größen wie Muhammad Ali oder Jack Johnson. Nach Auffassung von Fighters Inc. hat Electronic Arts wissentlich gegen Rechtsvereinbarungen verstoßen, um Geld zu sparen.

In einer weiteren Klage gegen EA geht es um das Spiel Der Pate. Electronic Arts hatte in Der Pate und Der Pate 2 eine "Dillinger Tommy Gun" und eine "Modern Dillinger" verwendet. Beide sind nach John Herbert Dillinger benannt, der in den 1930er Jahren einer der bekanntesten Bankräuber in den USA war – derzeit ist der Film Public Enemies in den Kinos zu sehen, in dem Johnny Depp als Dillinger auftritt. Wegen der Verwendung des Namens hat die von Nachfahren des Gangsters betriebene Vermarktungsfirma Dillinger LLC erst EA auf Zahlung von mehreren Millionen US-Dollar geklagt, inzwischen hat EA eine Gegenklage eingereicht, um die Pate-Spiele weiter verkaufen zu dürfen.


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