Zum Hauptinhalt Zur Navigation

Arabischer Eigner der AMD-Fabriken kauft weiteren Konzern

Abu Dhabi zahlt 1,8 Milliarden US-Dollar für Chartered Semiconductor. Die Eigner der Dresdner AMD-Chipfabriken übernehmen Chartered Semiconductor aus Singapur und wollen den Auftragshersteller mit Globalfoundries zusammenlegen. Chartered fertigt unter anderem Chips für Microsofts Xbox.
/ Achim Sawall
18 Kommentare News folgen (öffnet im neuen Fenster)

Mit dem staatlichen Chiphersteller Chartered Semiconductor Manufacturing übernimmt das Emirat Abu Dhabi ein weiteres großes Branchenunternehmen. Die arabische Firma Advanced Technology Investment (ATIC), die mit Globalfoundries bereits die AMD-Chipfabriken besitzt, zahlte 1,8 Milliarden US-Dollar für Chartered Semiconductor Manufacturing aus Singapur, gab das Investmentunternehmen bekannt.

Die staatlichen Chartered-Semiconductor-Mehrheitseigner Temasek Holdings unterstützen den Verkauf. Chartered Semiconductor ist der drittgrößte Auftragschiphersteller der Welt und wurde 1987 gegründet. Über den Ausstieg Temaseks war schon länger spekuliert worden.

Chartered Semiconductor, das Chips für Microsofts Spielekonsole Xbox 360 herstellt, soll mit Globalfoundries zusammengelegt werden. Globalfoundries-Chef Doug Grose wird das Gemeinschaftsunternehmen führen, gab ATIC weiter bekannt. Chartered-Semiconductor-Chef Chia Song Hwee bekommt den Posten des Chief Operating Officers und soll die Integration leiten.

"Durch den Kauf von Chartered erweitert ATIC seine Investitionen in die Halbleiterindustrie, wo wir gegenwärtig mit Globalfoundries eine führende Fabrik in Dresden, Deutschland und eine brandneue, im Bau befindliche Fabrik im Bundesstaat New York besitzen" , sagte ATIC-Aufsichtsrat Waleed Al Mokarrab.


Relevante Themen