Trojanerschutz für Behördencomputer
Baden-Württemberg benötigt als erstes Bundesland einen besonderen Schutz der Behördencomputer vor Spionageangriffen durch Trojaner. Das berichtet der Spiegel(öffnet im neuen Fenster) unter Berufung auf einen internen Bericht des Landesverfassungsschutzes aus der Abteilung für Spionageabwehr. Das Landesverwaltungsnetz sei nach Geheimdienstangaben Angriffen aus China ausgesetzt.
Die Trojaner kämen meist per E-Mail und seien gezielt auf bestimmte Adressaten und Arbeitsbereiche zugeschnitten. Besonders Mitarbeiter aus dem Behördenmittelbau würden angegriffen. Chinesische Spionageprogramme seien bereits im Kanzleramt und im Auswärtigen Amt, im Bundeswirtschafts- und im Bundesforschungsministerium gefunden worden.
Deutschland ist nicht nur Opfer im Cyberkrieg der Geheimdienste: Der deutsche Auslandsdienst BND hatte Ende März 2009 in 90 Fällen Computer in Afghanistan und im Kongo mit Trojanern angegriffen. Das hatte der BND-Vizechef dem Parlamentarischen Kontrollgremium erklärt.



