Zum Hauptinhalt Zur Navigation

Bittorrent-Tracker: Durchsuchungen in mehreren Bundesländern

Ermittlungen gegen kostenpflichtigen Bittorrent-Tracker. Wegen des Verdachts auf Betreiben eines Bittorrent-Trackers, über den Schwarzkopien verbreitet wurden, haben Polizeibeamte in Berlin, Brandenburg, Nordrhein-Westfalen, Niedersachsen, im Saarland und in Schleswig-Holstein mehrere Wohnungen durchsucht. Der Dienst soll rund 2.000 angemeldete Nutzer gehabt haben.
/ Jens Ihlenfeld
115 Kommentare News folgen (öffnet im neuen Fenster)

Unter Federführung der Staatsanwaltschaft Saarbrücken haben Polizisten aus Saarbrücken, Flensburg, Köln, Wolfsburg, Berlin, Essen und Schönefeld Privatwohnungen von sechs Männern wegen des "Verdachts auf Betreiben und Befüllen einer illegalen Tauschbörse" durchsucht, teilt die Gesellschaft zur Verfolgung von Urheberrechtsverletzungen (GVU) mit. Die von Unternehmen und Verbänden der Film- und Unterhaltungssoftware-Wirtschaft getragene Organisation hatte die Ermittlungen angestoßen.

Zwei der Durchsuchten werden beschuldigt, einen Bittorrent-Tracker mit knapp 2.000 angemeldeten Nutzern betrieben zu haben. Gegen Zahlung von 15 Euro gewährten die Betreiber einen Downloadbonus von 30 GByte sowie besondere Privilegien, so die GVU. Normale Nutzer mussten für jeden Download auch eine bestimmte Dateimenge zur Verfügung stellen. Der Zugang zu dem Dienst wurde erst nach E-Mail-Registrierung gewährt.

Die weiteren vier Personen stehen im dringenden Verdacht, das Angebot mit illegalen Kopien von aktuellen Kinofilmen, PC- und Konsolenspielen, Software und Musik versorgt zu haben.

Insgesamt wurden sieben Rechner, elf Festplatten, mehrere USB-Sticks, 870 CDs und DVDs sowie diverse Dokumente beschlagnahmt. Zeitgleich wurden im sächsischen Bennewitz Unterlagen bei einem Internetbezahldienst sichergestellt.

Die Trackerdatenbank soll bei einem Erfurter Internetanbieter gesichert worden sein und nun helfen, weitere Mitglieder des Bittorrent-Trackers zu ermitteln.

Angestoßen hat die GVU das Verfahren nach eigenen Angaben bereits 2007. Damals seien über den Tracker 500 Titel in insgesamt 18 Kategorien illegal angeboten worden.


Relevante Themen