Neue Akkus für Elektroautos
Das Würzburger Fraunhofer-Institut für Silicatforschung (ISC) hat das Forschungsprojekt "Konzeptstudien für neuartige Lithium-Ionen-Zellen auf der Basis von Werkstoff-Innovationen" (KoLiWIn) ins Leben gerufen. Außerdem beteiligt sind die Fraunhofer-Institute für Werkstoffmechanik (IWM) in Freiburg und für Keramische Technologien und Systeme (IKTS) in Dresden sowie die Universitäten in Münster, Marburg, Ulm, Karlsruhe und Köln.
Schneller, dichter, sicherer
Ziel des Projektes ist die Entwicklung leistungsfähigerer Lithium-Ionen-Akkus. Es gehe darum, neue Materialkonzepte zu entwickeln, die nicht nur ein schnelleres Laden und eine höhere Energiedichte bei den Akkus ermöglichen, sondern die Akkus vor allem auch sicherer machen, erklärt Projektleiter Kai-Christian Möller. Immer wieder kommt es zu Unfällen mit explodierenden Akkus, etwa bei Apples iPhone oder bei Notebooks .
Das Fraunhofer ISC habe, so Möller, in den letzten Jahren neue Materialien für polymere, nicht entzündliche Elektrolyte gefunden. Im Zuge des Forschungsprojektes wollen die Wissenschaftler nun aus den Komponenten – nanostrukturierten Kathoden, Anoden und Polymerelektrolyten – leistungsfähige, schnelle und sichere Akkus entwickeln. Am Ende des auf drei Jahre angelegten Projektes solle dann ein Akku stehen, der in die Serienfertigung gehen könne.
Akkus für Autos
Die neue Akkutechnologie ist in erster Linie für Elektroautos gedacht. Leistungsfähige Akkus sind aber auch für mobile Endgeräte und bei der Stromerzeugung aus regenerativen Quellen gefragt, wo sie als Zwischenspeicher gebraucht werden. Nach Angaben des Forschungsministeriums konnten im Jahr 2006 rund 15 Prozent des mit Windkraft erzeugten Stroms nicht genutzt werden, weil keine geeigneten Stromspeicher zur Verfügung standen.
Leistungsfähige und sichere Akkus sind ein wichtiger Faktor für den Erfolg von Elektroautos. Die Bundesregierung hat deshalb im Rahmen ihres kürzlich vorgestellten Nationalen Entwicklungsplans Elektromobilität einen Großteil der bereitgestellten Forschungsgelder für diesen Zweck reserviert.
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