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Chefregulierer Kurth: Mehr Kooperation im Mobilfunk

"Die Zeit dafür ist reif, weil der Kostendruck für die Unternehmen steigt"

Wenige Monate vor der bislang größten Auktion von Mobilfunkfrequenzen fordert Chefregulierer Matthias Kurth die Mobilfunker zu einer intensiven Kooperation auf. "Die Zeit dafür ist reif, weil der Kostendruck für die Unternehmen steigt", sagte Kurth im Handelsblatt-Interview. Er arbeitet an Regeln, wie die Netzbetreiber Teile ihrer Technik teilen könnten.

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Handelsblatt: In Deutschland steht die größte Auktion von Mobilfunkfrequenzen an. Was ist das Ziel?

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Matthias Kurth: Wir wollen die Bedingungen für den mobilen Zugang zum Internet für die kommenden 20 Jahre erheblich verbessern und die Versorgung kleinerer Dörfer sicherstellen. Unsere Auktion ist eine der ersten in Europa und vom Umfang her die größte. Damit wollen wir auch einen Beitrag zur Konjunktur leisten.

Handelsblatt: Inwiefern?

Kurth: Die Bundesregierung hat in ihrer Breitbandstrategie den Ausbau des schnellen Internets auf dem Land gefordert. Dabei wird der Mobilfunk immer wichtiger. Wir wollen in Deutschland Vorreiter bei der mobilen Versorgung sein.

Handelsblatt: Die kleinen Anbieter fordern mehr Bietrechte als die Großen, um ihren historischen Nachteil wettzumachen. Kriegen sie die?

Matthias Kurth: Es gibt in unserem Vorschlag bereits Vorteile bei den Bietrechten für die Kleinen. Wir sind immer offen für gute Argumente, aber es ist noch zu früh, sich in dem Punkt festzulegen. Wir wollen, dass alle Beteiligten gut mit den Auktionsregeln leben können, aber gerade bei dem Umfang der Bietrechte gehen die Ansichten auseinander.

Handelsblatt: Lassen Sie sich bei dem Design für die Auktion beraten?

Kurth: Ja, wir arbeiten mit Forschungsinstituten wie dem WIK zusammen, aber auch mit Wissenschaftlern. Peter Vary berät uns für Regeln, nach denen Mobilfunker ihre Technik stärker als bisher miteinander teilen können. Wir wollen dazu niemanden zwingen. Wir geben aber Regeln, wie man nicht nur Antennen, sondern auch die nötige Software oder die Radiotechnologie teilen kann. Die Zeit dafür ist reif, weil der Kostendruck für die Unternehmen steigt. Gerade auf dem Land brauchen wir nicht gleich mehrere Netze.

Handelsblatt: Werden wir Milliardenerlöse sehen wie bei der UMTS-Auktion?

Kurth: Das glaube ich nicht. Damals im Jahr 2000 waren die Erwartungen an das Wachstum überzogen, heute sind die Einschätzungen realistischer. Aber dennoch geht es um Marktchancen für die kommenden 20 Jahre - die sind schon etwas wert.

Handelsblatt: Was ist Ihr Zeitplan?

Kurth: Wir wollen bis zum Jahresende die Regeln für die Auktion entwickeln und veröffentlichen. Anfang 2010 soll die Auktion stattfinden.

[von Sandra Louven / Handelsblatt.com]

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Denkenhilft 02. Sep 2009

Aber naja,lernen ist ja eh was für anfänger!

Siga9876 02. Sep 2009

Siehste mal. DIe Antennen sind unabhängig und gehören den beteiligten, die als Genossen...

Siga9876 02. Sep 2009

... Bei VOIP hast Du aber kein QOS was Du bei Voice aber "garantiert" kriegst. Die...


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