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Transatlantische Zweiraumwohnung

Wie Chats und Videotelefonie die menschliche Kommunikation verändern werden

Moderne Kommunikationstechnologien haben das Zusammenleben verändert. Mobiltelefone, E-Mails, Chats und Videotelefonie lassen Entfernungen schmelzen und bieten die Möglichkeit, soziale Beziehungen über lange Entfernungen zu pflegen. Ginge es nicht noch einen Schritt weiter?

Artikel veröffentlicht am , Meike Dülffer

Bei Ratgebern und in Foren finden sich massenhaft Tipps für Fernbeziehungen: Webcams, Skype und Videotelefonie sind die Mittel der Wahl, wenn der Partner über längere Zeit im Blick bleiben soll. Die massentaugliche Nutzung dieser Mittel in akzeptabler Qualität ist allerdings erst seit ein paar Jahren möglich. Noch vor nicht allzu langer Zeit erinnerte ein Videotelefonat über das Internet eher an eine Livereportage aus einem Krisengebiet als an ein angenehmes, privates Gespräch. Doch die Technologie in diesem Umfeld entwickelt sich rasant; die Megapixel-Schlacht der Digitalkameras und Handys wird nun auch von den Webcam-Herstellern ausgetragen.

Inhalt:
  1. Transatlantische Zweiraumwohnung
  2. Transatlantische Zweiraumwohnung

Denn das Videotelefonat übers Internet scheint die konsequente Antwort auf die zunehmend globalisierte Welt zu sein: Praktika und Auslandssemester, Billigflüge, multinationale Unternehmen und zufällige Netzbekanntschaften machen es immer wahrscheinlicher, jemanden gerade dort kennenzulernen, wo man selbst nicht lebt. Zu keiner Zeit war der Bedarf an multimedialer Kommunikation größer als heute.

Wenn das Setup die Entfernung betont

Der derzeitige Stand der Technik ist über das Stadium des Experimentierens weit hinaus: Video und Ton können in der Regel in guter Qualität über das Internet transportiert werden und haben ihre Anwendung im Privat- und Geschäftsleben gefunden. Enttäuschend aber sind die eigentlichen Aufbauten: In der Regel sitzen die Gesprächspartner vor ihren Computerbildschirmen und unterstreichen damit die Künstlichkeit der Situation. Zwar gibt es Ausnahmen wie den Laptop auf dem Nachttisch, doch am eigentlichen Problem ändert dies kaum etwas. Das Lüfterrauschen, das durch den Bildschirm stark verkleinerte Gesicht des Gegenüber, Kabel - all dies betont auch bei geschickter Installation die Mittel der Kommunikation und damit die eben doch vorhandene Entfernung.

Dabei ist Raum für konsequentere Installationen vorhanden. Die größte Hürde ist das eigene Vorstellungsvermögen. Wagt man den Schritt auf unbekanntes Terrain, stellt sich die Frage, wie eine Videokonferenz aussehen könnte, die mit dem bekannten Setup bricht. Eine Antwort geben Science-Fiction-Filme: Das Gegenüber sollte in Lebensgröße erscheinen, um einen realen Ansprechpartner zu simulieren. Zugleich fügt sich die Projektion idealerweise ins Interieur ein, um durch einen möglichst nahtlosen Übergang die vermittelnde Technologie auszublenden.

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Dieses Szenario ist gar nicht so futuristisch. Bereits vor sechs Jahren gab es durch eine Kooperation von Existart und dem Berliner Kulturprojekt c-base ein "artists breakfast", das mit den damals vorhandenen Mitteln ein transatlantisches Frühstück mit Teilnehmern auf dem Berliner Alexanderplatz auf der einen und Utica in den USA auf der anderen Seite ermöglichte. Technisch handelte es sich um eine Rückprojektion auf eine Leinwand mit einem halbrunden Tisch auf beiden Seiten der Konferenz, so dass ein gemeinsames Frühstück am selben Tisch simuliert wurde. Da beide Parteien in einem jeweils gleichgroßen Container saßen, waren für die Übertragung ideale Bedingungen geschaffen, die noch heute auf der Dokumentation des Projektes betrachtet werden können.

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Gaius Baltar 09. Sep 2009

Dann dürfte es aber nicht mehr lange dauern, bis die Erotikindustrie dieses Geschäftsfeld...

Architekt 09. Sep 2009

Als Architekt stelle ich mir als Anfang einfach mal ne Tür/Öffnung/Wand als "Fenster" zum...

vielgucker 09. Sep 2009

gesehen so in 24 :-)))

Ruben Neuville 09. Sep 2009

Gab es da nicht mal diesen Anzug, der wenn angezogen sogar die Kontakte des entfernten...


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