Digitale Seidenstraße durch den Himalaya

China und Indien eröffnen erste Breitbandkabelverbindung über Land

Die Nachbarstaaten China und Indien haben ein Landkabel für Telekommunikation in Betrieb genommen. Es ist die erste Landverbindung zwischen den beiden asiatischen Staaten. Bislang gab es nur ein Unterwasserkabel über Hongkong und Singapur.

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Das neue Kabel verläuft über den mehr als 4.300 m hohen Nathu-La-Pass, etwa 450 km südwestlich von Lhasa, der den indischen Bundesstaat Skikim mit der chinesischen Provinz Tibet verbindet. Der Bau der 250 km langen Trasse durch den Himalaya zwischen Yadong in China und Siliguri in Indien dauerte mehrere Jahre. Durchgeführt wurde das Projekt von Reliance Communications aus Indien und China Telecom.

Vor Erdbeben und Taifunen sicher

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Von dem Landkabel versprechen sich die Partner eine Verbindung, die vor Taifunen oder Erdbeben geschützt ist. Solche Naturkatastrophen bedrohen immer wieder die bestehende Unterwasserverbindung. Das Kabel, das eine Datendurchsatzrate im Terabit-Bereich ermöglicht, soll den Nutzern eine bessere Internetverbindung und eine bessere Sprachqualität beim Telefonieren sowie eine höhere Verfügbarkeit und eine niedrigere Latenzzeit bieten.

Künftig sollen auch die Nachbarn Bhutan, Nepal, Sri Lanka und selbst Indiens Rivalen Pakistan und Bangladesch direkt oder indirekt an das neue Kabel angeschlossen werden.

Daten statt Schüsse am Pass

Die Eröffnung des Kabels wirft ein Licht auf den aktuellen Stand der Beziehungen zwischen den Nachbarn: In den 1960er Jahren kam es in dem Gebiet um den Pass mehrfach zu Kämpfen zwischen chinesischen und indischen Soldaten. Nach dem Krieg zwischen beiden Ländern 1962 wurde die uralte Handelsstraße, die die südliche Route der Seidenstraße darstellt, ganz geschlossen. Erst in diesem Jahrzehnt haben sich die Nachbarn angenähert und eine Reihe von Handelsabkommen geschlossen. Im Rahmen der verbesserten Beziehungen wurde im Sommer 2006 der Nathu-La-Pass wieder eröffnet.

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