Piratenpartei verfehlt Einzug in den sächsischen Landtag
In Sachsen konnte die Piratenpartei bei der Landtagswahl ihren Stimmenanteil von der Europawahl verbessern, der bei 1,1 Prozent gelegen hatte. Sie erreichten nach dem vorläufigen Endergebnis 1,9 Prozent der abgegebenen Stimmen. Waren es im Juni 2009 noch 17.905 Stimmen, machten nun 34.620 Wähler das Kreuz bei den Piraten. "Der Wahlkreis 45 (Dresden 3) hatte mit 4,5 Prozent das beste Ergebnis", gab die Partei bekannt.
André Stüwe, Sprecher der sächsischen Piraten, sagte Golem.de: "Wir haben uns mehr erhofft. Die Verdoppelung des Europawahlergebnisses ist aber erst einmal ein Anfang, worin wir einen Antrieb sehen, weiterzumachen und nicht lockerzulassen." Das Resultat zeige, dass Interesse in der Bevölkerung da ist. Etwas über 200 Mitglieder habe die Partei in Sachsen, so Stüwe.
An den Landtagswahlen in Thüringen und im Saarland, die auch am Sonntag stattfanden, hat die Partei nicht teilgenommen.
In Aachen und in Münster errangen die Piraten jeweils einen Ratssitz im Stadtparlament. Die Partei trat in Aachen nur in acht der insgesamt 32 Wahlbezirke an. Stadtweit kommt die Piratenpartei auf 1,77 Prozent. Ratsherr Thomas Gerger (22) will sich für ein offenes WLAN und die Abschaffung von Überwachungskameras im öffentlichen Raum einsetzen.
In Münster kam der 22-jährige Kfz-Mechaniker Marco Langenfeld mit 1,55 Prozent der Stimmen für die Piraten in den Rat.
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